Ausstellung zu Medaillen im Ersten Weltkrieg in Linz

6. März 2014 – Im Rahmen einer größeren Ausstellungsreihe zeigt das Schlossmuseum Linz eine Ausstellung, über das Leben der Bevölkerung während des Ersten Weltkrieges. Die Begleitausstellung zeigt numismatische Aspekte des Krieges, von Kriegsmedaillen und -abzeichen, bis hin zu Medaillen, die zu Propagandazwecken gebraucht wurden. Die Ausstellungen können noch bis 16. November 2014 besucht werden.

Franz Conrad von Hötzendorf, Bronzemedaillie 1915, von Arnold Hartig, Herstellung Hauptmünzamt Wien. © Oberösterreichisches Landesmuseum.

Franz Conrad von Hötzendorf, Bronzemedaillie 1915, von Arnold Hartig, Herstellung Hauptmünzamt Wien. © Oberösterreichisches Landesmuseum.

Ausstellung „Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Medaille“ im Schlossmuseum Linz
Die Ausstellung bietet in dreißig „Stationen“ einen Einblick in die im Oberösterreichischen Landesmuseum aufbewahrten Bestände an Kriegsmedaillen und -abzeichen, die teils noch während des Krieges durch das damalige Museum Francisco Carolinum erworben wurden, teils durch spätere Spenden an das Landesmuseum gelangten. Der numismatische „Bilderbogen“ setzt mit Medaillen auf das Attentat von Sarajewo ein und führt mit der offiziellen „Kriegserinnerungsmedaille“ in das Kriegsgeschehen über. Anhand von Extrembeispielen wird die Spannbreite zwischen „Kriegskunst“ einerseits und medialer Kriegshetze andererseits angedeutet. Mit besonderer Intensität wurde die „Waffenbrüderschaft“ mit dem Deutschen und dem Osmanischen Reich beschworen und die kaiserliche Familie immer aufs Neue ins Bild gerückt. Der Rundgang verläuft weiter über eine Auswahl aus den zahlreichen lokalen Abzeichen, Darstellungen der Waffengattungen und wendet sich nach all den verherrlichenden Objekten dann der dunklen Seite des Krieges zu. Die kleine Schau klingt mit der Darstellung der Trauer über Invalidität und Tod aus, der des überlebenden Kameraden ebenso wie derjenigen der hinterbliebenen Witwen und Waisen.

Ausstellungsreihe „Oberösterreich im Ersten Weltkrieg“
Die Ausstellung im Schlossmuseum Linz findet im Rahmen einer größeren Ausstellungsreihe zum Thema Österreich im Ersten Weltkrieg statt. Ein kurzer Überblick.

Auszug einer Maschinengewehrabteilung aus Linz, Linz 1914. © K. u. k. Infanterieregiment Nr. 14

Auszug einer Maschinengewehrabteilung aus Linz, Linz 1914. © K. u. k. Infanterieregiment Nr. 14 "Ernst Ludwig Großherzog von Hessen und bei Rhein" - www.hessen14.at.

Im Juli 2014 jährt sich zum einhundertsten Mal der Beginn des Ersten Weltkriegs, der „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Oberösterreich lag fernab aller Fronten, dennoch war der Krieg mit all seinen dramatischen Auswirkungen überall rasch spürbar. Während im Schlossmuseum Linz das Leben der Bevölkerung im und mit dem Krieg thematisiert wird, steht in der Landesgalerie Linz die künstlerische Sicht auf den Krieg im Vordergrund. Waffen, Ausrüstung und Bilder des Krieges zeigt die wehrkundliche Sammlung auf Schloss Ebelsberg. Im Photomuseum Bad Ischl erweitert das private Fotoalbum eines Linzer Regimentsarztes den offiziellen Blick auf die Geschehnisse des Ersten Weltkriegs um eine subjektive Sicht. Den Zeitraum von 1900 bis 1924 mit Blick auf die heimische Bevölkerung thematisiert eine Ausstellungsreihe im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt. Ausgangspunkt der Ausstellung in der Trinkhalle Bad Ischl ist der Kriegsverlauf 1914 bis 1918 aus (ober-)österreichischer Sicht.

Hier geht es zu einer ausführlicheren Beschreibung der Ausstellung „Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Medaille“.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Schlossmuseums Linz.

Wenn Sie sich für die gesamte Ausstellungsreihe interessieren, finden Sie auf der Seite des Oberösterreichischen Landesmuseums alle notwendigen Informationen.

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