Auktionshaus Felzmann, D-Düsseldorf

24. Juni 2014 - 25. Juni 2014

149. Auktion Numismatik

Münzauktion bei Felzmann bringt einmal mehr Spitzenergebnisse

Die Juniauktion für Münzen, Orden und Medaillen im Auktionshaus Felzmann fand am 24. und 25. Juni in Düsseldorf statt. Das Traditionshaus konnte dem internationalen Publikum ein erstklassiges und überaus hochwertiges Angebot von gut 2.300 Einzellosen und Sammlungen bieten. Die Zuschläge lagen im Schnitt deutlich über der Schätzung – teils um ein vielfaches.

Los 2: SICILIA, Gela, Tetradrachme, 480/470 v. u. Z. vz. Zuschlag: 2.800 Euro, Ausruf: 2.500 Euro.

Los 2: SICILIA, Gela, Tetradrachme, 480/470 v. u. Z. vz. Zuschlag: 2.800 Euro, Ausruf: 2.500 Euro.

Im Gebiet der Antike wurde eine Tetradrachme Sicilia Gela (Los 2) aus dem Jahr 480/470 v.u.Z. für 2.800 Euro versteigert (Ausruf: 2.500 Euro). Das Prachtstück mit feiner Tönung zeigt auf der Vorderseite eine Quadriga mit Wagenlenker und einer schwebenden Nike. Ein Stater (Los 17) aus Korinth von 405/345 v.u.Z. mit abgebildetem Pegasus und Kopf der Athene hatte gleich mehrere Interessenten und wurde schließlich von 200 Euro auf 825 Euro auf den mehr als vierfachen Ausruf gesteigert.

Los 351: Braunschweig-Lüneburg-Celle, Christian Ludwig, 1648-1665, Löser zu 2 Talern, 1664, Clausthal, mit Wertpunze

Los 351: Braunschweig-Lüneburg-Celle, Christian Ludwig, 1648-1665, Löser zu 2 Talern, 1664, Clausthal, mit Wertpunze "2", LW = Münzmeister Lippold Wefer. ss-vz. Zuschlag: 1.575 Euro, Ausruf: 1.000 Euro.

Ein Löser zu 2 Talern aus Braunschweig-Lüneburg-Celle von Christian Ludwig (1648-1665) erzielte den hervorragenden Preis von 1.575 Euro bei einem Ausruf von 1.000 Euro (Los 351). Das herrliche Stück von Münzmeister Lippold Wefer zeigt ein Pferd über einer Bergwerkslandschaft, das von einer Hand aus den Wolken bekränzt wird. Auf der Rückseite ist das Monogramm CL abgebildet, umrahmt von vierzehn Wappen.
Ebenfalls mit einem Topzuschlag verkaufte sich Los 411, ein doppelter Friedrichs d’or aus dem Jahr 1750 von Friedrich II. der Große aus Preußen. Bei 3.650 Euro lag der Zuschlag für die Münze, die den Herrscher mit Ordensband, Kreuz und Mantel nach rechts zeigt (Ausruf: 3.000 Euro).

Los 698: Preußen, Wilhelm II. 1888-1918, 10 M, 1889, A. st. Zuschlag: 13.500 Euro, Ausruf: 10.000 Euro.

Los 698: Preußen, Wilhelm II. 1888-1918, 10 M, 1889, A. st. Zuschlag: 13.500 Euro, Ausruf: 10.000 Euro.

Ein Highlight der Auktion war sicherlich das Ergebnis für das Los 698, eine sehr seltene Goldmünze aus dem deutschen Kaiserreich. Der Erstabschlag der 10 Mark Münze von Wilhelm II. (1888-1918) aus dem Jahr 1889 wurde mit 13.500 Euro zugeschlagen. Die Schätzung lag bei 10.000 Euro. Dies ist eines der besten jemals erzielten Ergebnise für diese Ausgabe überhaupt! Die Vorderseite der Münze wurde von Emil Weigand aus Berlin nach einer von Reinhold Begas geschaffenen Büste entworfen. Von dem seltenen Einjahrestyp wurden nur 23.942 Stück geprägt. Nur wenige der Münzen dürften den 1. Weltkrieg überdauert haben. Von diesen ist das nun versteigerte Exemplar mit Sicherheit eines der schönsten und gehört so zu den herausragendsten Prägungen der deutschen Goldmünzen des Kaiserreiches.
Auch andere Kaiserreichmünzen waren sehr gut nachgefragt. So die 20 Mark Ludwig IV. (1877-1892) von 1892 (Los 672), die den Zuschlag bei 3.300 Euro erhielt (Ausruf: 3.000 Euro).
Bei den Deutschen Nebengebieten wurde (Los 786) ein Prachtexemplar der 15 Rupien Deutsch-Ostafrika von Wilhelm II. von 1916 für 3.600 Euro zugeschlagen (Ausruf: 2.500 Euro). Im Gebiet Europa wurde der Habsburger ½ Guldentaler aus dem Joachimstal von Ferdinand I. aus dem Jahr 1564 (Los 881) von 250 Euro auf 1.050 Euro hochgesteigert.

Los 926: Rhodos, AR-Asper, o.J., Helion de Villeneuve 1319-1346. ss-. Zuschlag: 700 Euro, Ausruf: 80 Euro.

Los 926: Rhodos, AR-Asper, o.J., Helion de Villeneuve 1319-1346. ss-. Zuschlag: 700 Euro, Ausruf: 80 Euro.

Eine besonders große Steigerung mit dem mehr als achtfachen Wert erfuhr eine Münze aus Rhodos (Los 926). Der AR-Asper, o.J. von Helion de Villeneuve (1319-1346) startete mit 80 Euro in der Auktion, der Hammer jedoch fiel dank zahlreicher Telefonbieter erst bei 700 Euro.

Auch Medaillen wurden überaus erfolgreich versteigert. Eine Bronzemedaille (Los 1595) aus Frankreich aus dem Jahr 1744 von Marteau auf die Expedition zum Nordpol und zum Äquator verdreifachte ihren Starpreis und wurde für 495 Euro versteigert (Ausruf: 150 Euro). Eine Uschakos-Medaille am Bande aus der UdSSR (Los 1819), zur Würdigung von Verdiensten der Angehörigen der sowjetischen Seekriegsflotte (russische Marine) erzielte das Fünffache des Ausrufpreises und wechselte erst für 1.100 Euro den Besitzer.
Auch Liebhaber besonderer Einzelstücke kamen bei der numismatischen Auktion auf ihre Kosten. Der Variabereich bot eine Vielzahl an hochwertigen Sammlerobjekten.

Los 1838: Russische Reiseikone, Triptychon, Silber mit Emailleeinlagen, tragbar mit Öse, in der Mitte St. Georg den Drachen tötend, ca. 48 x 71 mm, rückseitig Meisterpunze von 1895 sowie Stempel 84, 31,6 gr. Zuschlag: 470 Euro, Ausruf: 280 Euro.

Los 1838: Russische Reiseikone, Triptychon, Silber mit Emailleeinlagen, tragbar mit Öse, in der Mitte St. Georg den Drachen tötend, ca. 48 x 71 mm, rückseitig Meisterpunze von 1895 sowie Stempel 84, 31,6 gr. Zuschlag: 470 Euro, Ausruf: 280 Euro.

So eine russische Reiseikone mit der Losnummer 1838. Das dreiteilige Exemplar aus dem Jahr 1895 besteht aus Silber mit Emailleeinlagen und zeigt in der Mitte wie Georg den Drachen tötet. Den Zuschlag erhielt ein russischer Bieter bei 470 Euro (Ausruf: 280 Euro).

Spannend wurde es im Auktionssaal noch einmal bei der Versteigerung der Sammlungen und Nachlässe. Hier waren im Saal und an den Telefonen zahlreiche Positionen heiß umkämpft. So die Sammlung „Passauer Passion“ (Los 1901) eines Heimatsammlers aus dem Raum Passau, der Münzen ab dem 16. Jahrhundert zusammengetragen hatte. Die Sammlung startete bei 300 Euro und wurde für 1.150 Euro zugeschlagen. Eine umfangreiche Sammlung (Los 2137) mit zahlreichen Goldmünzen und Medaillen wurde für 7.400 Euro verkauft (Ausruf: 7.000 Euro). Eine hochwertige Russlandsammlung (Los 2106) mit Münzen von 1960-1995 wurde von 1.000 Euro auf 2.700 Euro gesteigert und ging wie viele andere Lose an einen russischen Bieter.

Noch bis zum 25. Juli 2014 können alle unverkauften Lose (mit Ausnahme der limitierten Lose) zu 90% des Startpreises im Nachverkauf erworben werden. Sichern Sie sich Ihre Lose direkt über Felzmanns Online-Katalog.
Bestellungen können gerne auch per Telefon (+49 211-550440), Fax (+49 211-55044-11) oder E-Mail abgegeben werden.

Nachverkaufstag mit Besichtigung ist am Freitag, 11. Juli 2014 in den Geschäftsräumen in der Immermannstr. 51, 40210 Düsseldorf. Nutzen Sie die Gelegenheit die Lose zu besichtigen und im Anschluss direkt zu erwerben. Alle Ergebnisse der Auktion sind online in der Ergebnisliste einsehbar.

Jetzt schon vormerken: Im November 2014 feiert das Auktionshaus Felzmann Jubiläum mit der 150. Auktion. Die Münzauktion findet am 4. und 5. November 2014 statt. Sie möchten ihre Sammlung auflösen oder eine Erbschaft veräußern? Nutzen Sie die große Aufmerksamkeit der Jubiläumsauktion für Ihre Einlieferung! Sichern Sie sich mit Ihrer Sammlung oder Ihrem besonderen Einzelstück einen Platz im Katalog. Lassen Sie Ihre Objekte kostenlos von Experten schätzen. Das Auktionshaus Felzmann berät Sie gerne diskret und kompetent, um ein optimales Auktionsergebnis für Sie erzielen zu können. Bei umfangreichen Sammlungen und hochwertigen Posten besuchen die Experten Sie auch gerne bei Ihnen zu Hause.

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