Auktionshaus Lanz, München

12. Dezember 2011

Auktion 153 – Numismatische Raritäten

Numismatische Raritäten im Hause Lanz - die Ergebnisse

Die 153. Auktion der Firma Lanz München am 12. Dezember 2011stand unter dem Thema „Numismatische Raritäten“. Erwartungsgemäß nutzten viele Sammler die Gelegenheit, sich aus der ebenso reichhaltigen wie qualitätvollen Auswahl ihr ganz spezielles Weihnachtsgeschenk selbst auszusuchen. Vorweihnachtlich waren auch die zum Teil niedrigen Schätzpreise, die es jedem ermöglichten, die eigene Kollektion um ein ganz besonderes Stück zu erweitern.

Nr. 706: BYZANTINISCHE MÜNZEN. Zoe und Theodora (April-Juni 1042). Histamenon Nomisma, 1042, Constantinopolis. DOC 1. Von größter Seltenheit. Vorzüglich. Ergebnis: 50.000 Euro.

Nr. 706: BYZANTINISCHE MÜNZEN. Zoe und Theodora (April-Juni 1042). Histamenon Nomisma, 1042, Constantinopolis. DOC 1. Von größter Seltenheit. Vorzüglich. Ergebnis: 50.000 Euro.

Beschränken wir uns hier auf die Höhepunkte der Auktion! Sage und schreibe 50.000 Euro waren geboten, als der Hammer bei der teuersten Münze der Auktion fiel: Ein Histamenon der byzantinischen Kaiserinnen Zoe und Theodora aus ihrer kurzen gemeinsamen Regierung im Jahr 1042, von großem historischen Interesse, sehr selten und vorzüglich erhalten (Nr. 706).

Mit nicht weniger als 36.000 Euro belegte ein Gold-Diobol aus der sizilischen Stadt Syrakus den „zweiten Rang“ (Nr. 134, vorzüglich). Auch diese Münze wurde nur für kurze Zeit geprägt, in den Jahren 214 bis 212 v. Chr., während der sogenannten 5. Republik, bevor die Stadt mit der Eroberung durch die Römer ihre politische Eigenständigkeit verlor.
Betrachtet man allein die Stücke, die ein fünfstelliges Ergebnis erzielten, erhält man schon eine eindrucksvolle Liste. Dazu gehörte (natürlich) ein prachtvoller Elektron-Sechstelstater von den Anfängen der griechischen Münzprägung in Ionien mit einem gezäumten Pferdekopf auf der Vorderseite (Nr. 256, 10.000 Euro). Ein ebenfalls sehr seltener Aureus des jungen Caracalla aus einer syrischen Münzstätte mit einem Tropaion auf der Rückseite, das an den Sieg seines Vaters Septimius Severus im Partherkrieg erinnert, erreichte 15.000 Euro (Nr. 492, vorzüglich). Ein hervorragend erhaltener Solidus der Irene, der ersten allein regierenden Frau auf dem byzantinischen Kaiserthron, fand für 13.500 Euro einen ebenso glücklichen wie stolzen neuen Besitzer (Nr. 701, Stempelglanz).

Nr. 738: ÖSTERREICH. Maria Theresia (1740-1780). Gnadenmedaille zu 14 Dukaten o. J. (M. Donner, Wien) auf die böhmische Krönung. Holzmair 29 (in Gold nicht nachweisbar). Ergebnis: 11.000 Euro.

Nr. 738: ÖSTERREICH. Maria Theresia (1740-1780). Gnadenmedaille zu 14 Dukaten o. J. (M. Donner, Wien) auf die böhmische Krönung. Holzmair 29 (in Gold nicht nachweisbar). Ergebnis: 11.000 Euro.

Nicht nur die antiken Kaiserinnen erfreuten sich – zumindest bei den Sammlern – großer Beliebtheit, auch eine Gnadenmedaille zu 14 Dukaten der Maria Theresia von M. Donner auf die böhmische Krönung (Nr. 738, sehr schön) erreichte mit 11.000 Euro ein bemerkenswertes Ergebnis – umso mehr, da der Schätzpreis von 6.000 Euro fast verdoppelt werden konnte.

Nr. 790: DEUTSCHES REICH. Württemberg, Wilhelm II. (1891-1918). 20 Mark 1913, Stuttgart. Jaeger 296. Sehr selten. Sehr schön / vorzüglich. Ergebnis: 16.500 Euro.

Nr. 790: DEUTSCHES REICH. Württemberg, Wilhelm II. (1891-1918). 20 Mark 1913, Stuttgart. Jaeger 296. Sehr selten. Sehr schön / vorzüglich. Ergebnis: 16.500 Euro.

Ebenfalls unter den „Spitzenreitern“ war eine der seltensten Goldmünzen des Deutschen Reiches, das württembergische 20-Mark-Stück 1913 F in sehr schön bis vorzüglich (Nr. 790, 16.500 Euro).
Traditionell hat das Auktionshaus Lanz ein starkes Klientel in Italien. Das bezeugten die Ergebnisse, die hier erzielt wurden. Kein Stück ging zurück. Und ein äußerst seltener Testone des Carlo Giovanni Amadeo, der 1490 bis 1496 als Herzog über Savoyen herrschte (Nr. 818, sehr schön), wurde mit 18.000 Euro zum drittteuersten Stück der Auktion. Er sollte seinen Platz mit einer russischen Silbermünze teilen:

Nr. 890: RUSSLAND. Großfürstentum Moskau. Peter I. der Große (1689-1725). Fünffacher Schautaler 1697 (von Christian Wermuth), auf seine ersten Besuche in Europa. Diakov 6.1. Sehr selten. Sehr schön. Ergebnis: 18.000 Euro.

Nr. 890: RUSSLAND. Großfürstentum Moskau. Peter I. der Große (1689-1725). Fünffacher Schautaler 1697 (von Christian Wermuth), auf seine ersten Besuche in Europa. Diakov 6.1. Sehr selten. Sehr schön. Ergebnis: 18.000 Euro.

Ein sehr seltener fünffacher Schautaler Peters des Großen von Christian Wermuth, 1697 auf seine ersten Besuche in Europa geprägt (Nr. 890, sehr schön), versechsfachte seinen Schätzpreis von gerade einmal 3.000 Euro sogar.

Das waren nur einige der Höhepunkte der Auktion Numismatik Lanz. Wir dürfen schon jetzt gespannt sein, was das Auktionshaus Lanz im Neuen Jahr für uns bereithält. Wer bis dahin nicht warten will, Numismatik Lanz führt ständig Auktionen bei eBay durch. Wer sehen will, ob dort etwas für ihn dabei ist, klickt hier.

Die einzelnen Ergebnisse von Auktion 153 finden Sie auf der Seite von Numismatik Lanz.

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Danke, hab' ich schon...