Felzmann, D-Düsseldorf

26. Februar 2013 - 27. Februar 2013

142. Felzmann-Auktion Numismatik

Glänzender Jahresauftakt beim Auktionshaus Felzmann

Schon zu Beginn strahlte römisches Gold auf der ersten Felzmann-Auktion dieses Jahres. In einem vollen Saal steigerten Bieter aus dem In- und Ausland unter anderem auf einen vorzüglich erhaltenen Solidus Justitianus II.

278: Byzanz, JUSTINIANUS II., 2. Regierung, 705-711, Solidus. DOC 2b, MIB 2b, Sear 1415, 4,30 g, vz. Zuschlag: 2.300 Euro, Ausruf: 1.500 Euro.

278: Byzanz, JUSTINIANUS II., 2. Regierung, 705-711, Solidus. DOC 2b, MIB 2b, Sear 1415, 4,30 g, vz. Zuschlag: 2.300 Euro, Ausruf: 1.500 Euro.

Als eine von über dreißig byzantinischen Goldmünzen kam dieses Spitzenstück für 2.300 Euro unter den Hammer. Das römische Münzangebot aus der Zeit vor der Teilung des Reiches 395 war ebenfalls begehrt. Ein Solidus Constantius II. konnte mit 1.150 Euro seinen Zuschlag mehr als verdoppeln. Auch antike Silbermünzen wurden nachgefragt, wie zum Beispiel ein Denar Octavianus mit 920 Euro und ein Miliarense Gratianus mit 1.150 Euro Zuschlag.

1140: BELGIEN, Flandern, Ludwig II. von Male, 1346-1384, Cavalier d'or, ohne Jahr. Delm. 458 (R2), Fried. 156, 3,72 g, vorzügliches Prachtexemplar, dazu der mittelalterliche Tonkrug, in welchem das Stück enthalten war. Zuschlag: 5.400 Euro, Ausruf: 5.200 Euro.

1140: BELGIEN, Flandern, Ludwig II. von Male, 1346-1384, Cavalier d'or, ohne Jahr. Delm. 458 (R2), Fried. 156, 3,72 g, vorzügliches Prachtexemplar, dazu der mittelalterliche Tonkrug, in welchem das Stück enthalten war. Zuschlag: 5.400 Euro, Ausruf: 5.200 Euro.

Museal ist ein mittelalterlicher Schatzfund aus Xanten, der erstmals auf einer Auktion angeboten wurde. Der Cavalier d’or aus dem 14. Jahrhundert wurde mit Fundgefäß für 5.400 Euro versteigert. In diesem befanden sich ursprünglich mehrere Münzen, von denen sich heute einige im LandesMuseum Bonn befinden.

Bekanntlich sind aus der „Frühen Neuzeit“ vor allem Silbermünzen erhalten. Sammler begeisterten sich hier unter anderem für Klippen, egal ob aus der Not heraus im belagerten Landau (1.050 Euro) geprägt oder aus Freude anlässlich einer Hochzeit in Sachsen (1.100 Euro).

1211: NORWEGEN, Frederik III., 1648-70, Speciedaler, 1650, Christiania, Ahlst. 64, Dav. 3588, R, 28,28 g, ss. Zuschlag: 3.200 Euro, Ausruf: 2.500 Euro.

1211: NORWEGEN, Frederik III., 1648-70, Speciedaler, 1650, Christiania, Ahlst. 64, Dav. 3588, R, 28,28 g, ss. Zuschlag: 3.200 Euro, Ausruf: 2.500 Euro.

Ein norwegischer Speciedaler von 1650 erzielte mit 3.200 Euro ebenso ein hervorragendes Ergebnis wie ein polnischer Taler von 1629 (1.600 Euro).

Sowohl in Gold als auch in Silber glänzten die Münzen des Deutschen Kaiserreichs. Während eine silberne 5 Mark Wilhelm II auf 650 Euro kletterte, …

734: Kaiserreich, BREMEN, Freie Hansestadt, 20 M 1906, min. Rf., st-. Zuschlag: 1.900 Euro, Ausruf: 1.000 Euro.

734: Kaiserreich, BREMEN, Freie Hansestadt, 20 M 1906, min. Rf., st-. Zuschlag: 1.900 Euro, Ausruf: 1.000 Euro.

… konnten die goldenen 20 Mark Bremen (1.900 Euro) und 10 Mark Ludwig IV. Hessen (1.550 Euro) ihren Ausruf je fast verdoppeln.

Aus dem Angebot hervorragend erhaltener Münzen der Weimarer Republik mit vielen polierten Platten waren erwartungsgemäß vier 5 Mark Goethe besonders beliebt. 2.000 Euro erzielte hier das Spitzenstück. Gleich mehrere Sammler begeisterten sich für einen 1/2 Gulden aus Danzig von 1927 in Stempelglanz. Mit überraschenden 335 Euro konnte sich ein schriftlicher Bieter aus Polen durchsetzen, dem das, für 80 Euro ausgerufene, Stück scheinbar noch in der Sammlung fehlte.

Auch im Sammlungsteil zeigte sich, dass der Markt der Trendgebiete Osteuropa und hier vor allem Polen und Russland noch lange nicht gesättigt ist. Wie bei der Danziger Münze, gehen hier die meisten Lose zurück in ihre Heimat. So reist ein Posten moderner russischer Silbermünzen, zum Elffachen seines Ausrufes für 11.000 Euro, schnurstracks nach Moskau.

Auch wegen des hervorragenden Banknotenangebots kamen viele Interessenten nach Düsseldorf. Die Detaillierung einer Generalsammlung Deutschland bot viele Spitzen, darunter Seltenheiten, wie ein 100 Francs Bankbillet aus der Deutschen Besetzung in Belgien von 1918 (1.350 Euro) …

1856: HONNEF AM RHEIN, Rheinischer Gautag, Ostermond 1922, Notgeldserie von 8x 25 Pfg, 6x 50 Pfg, 6x 75 Pfg, 12x 1 Mark, 6x 2 Mark, 5, 10, 20 Mark, in dieser Zusammenstellung sehr selten, Mehl 626.1, EH II+ oder besser. Zuschlag: 2.400 Euro, Ausruf: 1.200 Euro.

1856: HONNEF AM RHEIN, Rheinischer Gautag, Ostermond 1922, Notgeldserie von 8x 25 Pfg, 6x 50 Pfg, 6x 75 Pfg, 12x 1 Mark, 6x 2 Mark, 5, 10, 20 Mark, in dieser Zusammenstellung sehr selten, Mehl 626.1, EH II+ oder besser. Zuschlag: 2.400 Euro, Ausruf: 1.200 Euro.

… und eine Notgeldserie vom Rheinischen Gautag in Honnef am Rhein von 1922 (2.400 Euro).

Trotz heftiger Konkurrenz von mehreren Telefonbietern konnte ein Sammler sich bei allen Losen zu den Gau- und Reichswettkämpfen 1935-39 durchsetzen. Die Bietergefechte um die Urkunden und Abzeichen eines Tischlers, der 1938 Reichssieger der Wettkampfgruppe „Holz – Möbeltischler“ wurde, steigerten den Gesamtausruf von 1.300 Euro auf 3.350 Euro.

Gleich mehrere Sammelgebiete deckt eine Medaille der Pariser Weltausstellung von 1900 ab. So befindet sich nicht nur ein Zeppelin auf ihrer Rückseite. Spezialisten wissen, dass die Medaillen der Weltausstellung bei den Olympischen Sommerspielen in Paris als Siegermedaillen Verwendung fanden. Dies wusste auch der Kenner, der für 1.350 Euro den Zuschlag bekam.

Abwechslungsreich und überraschend, wie dieses Los, war die gesamte Auktion. Interessante Lose aus der ganzen Welt der Numismatik brachten Interessenten zu lebhaften Bietergefechten im Saal und am Telefon zusammen. Mit einem ausgezeichneten Gesamtumsatz von 1.050.000 Euro Zuschlagssumme inkl. Aufgeld war dies ein erfolgreicher Jahresauftakt für die Numismatik des Düsseldorfer Auktionshauses.

Und hier gelangen Sie zur Seite des Auktionshauses Felzmann.

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