Geldmuseum der Bundesbank in Frankfurt eröffnet

19. Januar 2017 – Einmal einen Goldbarren in die Hand nehmen und heben! Möglich ist dies im neuen Geldmuseum der Deutschen Bundesbank, das mit einer multimedialen Ausstellung am 17. Dezember 2016 in Frankfurt seine Tore geöffnet hat. „Wir wollen anschaulich über Geld, seine Geschichte und die Aufgaben moderner Zentralbanken informieren“, sagt Bundesbankpräsident Jens Weidmann zur Museumseröffnung. 

Der Goldbarren zum Anfassen im Neuen Geldmuseum. Foto: Deutsche Bundesbank.

Der Goldbarren zum Anfassen im Neuen Geldmuseum. Foto: Deutsche Bundesbank.

Geld in meinem Leben

Die umfassend neu gestaltete Ausstellung führt durch die Themenbereiche BARGELD, BUCHGELD, GELDPOLITIK und GELD GLOBAL. In konkreten Alltagssituationen erleben die Besucher, welche Bedeutung Geld und ein stabiler Geldwert für ihr Leben haben. So bewegen sie sich in einem inszenierten Supermarkt, wenn es um Preise und die Inflationsrate geht. Und in einer nachgebauten Bankfiliale ist mehr über Banken und den Zahlungsverkehr zu erfahren. 

Münz- und Papiergeldsammlung

Im Geldkabinett präsentiert die Bundesbank herausragende Exponate ihrer Münz- und Papiergeldsammlung und erzählt damit die faszinierende Geschichte des Geldes von den Anfängen der Münzprägung in der Antike bis zur Gegenwart. Die Stücke werden dabei mit Ton und Licht in Szene gesetzt: Beim Blick in die Vitrine des höchst seltenen Aureus von Brutus mit der Aufschrift EID MAR aus der Zeit um 43 bis 42 vor Christus erlebt der Besucher mit, wie Caesar von Brutus und seinen Getreuen ermordet wurde.

Papiergeld in Hülle und Fülle zeigt der Banknotenschwarm. Foto: Deutsche Bundesbank.

Papiergeld in Hülle und Fülle zeigt der Banknotenschwarm. Foto: Deutsche Bundesbank.

360-Grad-Kino und Banknotenschwarm

In der Mitte der Ausstellung liegt das 360-Grad-Kino, in dem das Thema „Geld“ auf faszinierende Art aus unterschiedlichen Blickwinkeln inszeniert ist. Eine Besonderheit ist auch der Banknotenschwarm – Banknoten aus mehr als 150 Ländern der Welt, die in großen Glaswänden wie Fische zu schwimmen scheinen. Informationen zu jeder einzelnen Banknote können in einer Medienstation aufgerufen werden.

Informationen rund um's Geld vermitteln auch die Medienstationen. Foto: Deutsche Bundesbank.

Informationen rund um's Geld vermitteln auch die Medienstationen. Foto: Deutsche Bundesbank.

Ein Erlebnis für jedes Alter

Das neue Museum spricht Besucher jedes Alters auf vielfältige Weise an – mit Texten, Bildern, Videos und Hörbeiträgen. An rund 60 Medienstationen werden Informationen rund ums Geld spielerisch vermittelt (mit Quiz, Memory oder Puzzle) oder vertiefende Inhalte angeboten. Für junge Besucher gibt es kindgerechte Schaukästen auf ihrer Augenhöhe. Die Cafeteria bietet sich für eine Pause an; dort sind Getränke sowie Snacks erhältlich. 

Das Geldmuseum bietet zusätzlich zum Ausstellungsbesuch Vorträge, Themenführungen, Workshops und Museumsrallyes für Kinder und Jugendliche sowie Lehrerseminare an. 

Zur Website des Geldmuseums kommen Sie hier. 

Und mehr zur Museumskonzeption lesen Sie hier.

Natürlich gab’s auch eine Eröffnungsrede, die Sie hier nachlesen können.

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