Hortfunde und andere Münzfunde – Teil III: Streufunde und Schlussbemerkung

von Alan Walker
übersetzt von Almuth Klingner

12. April 2018 – Sie haben mit antiken Münzen zu tun? Haben Sie sich jemals gefragt, wo die Dinger wirklich herkommen? Alan Walker von der Zürcher Nomos AG gibt einen umfassenden Überblick über dieses wichtige Thema. Der letzte Teil beschäftigt sich mit Streufunden.

Wenn Sie mit dem Anfang anfangen möchten, hier kommen Sie zum ersten Teil über Hortfunde.

3) Streufunde

Der grundlegende Unterschied zwischen Streufunden und Hort- oder Depotfunden ist, dass die Gegenstände in letzteren absichtlich dort platziert wurden, wo sie letztendlich gefunden werden, während es sich bei Streufunden um Gegenstände handelt, die versehentlich fallengelassen und nicht wieder aufgehoben wurden. Manche Archäologen neigen dazu, jede Ansammlung von zwei oder mehr Münzen als Hort oder Depot zu bezeichnen, doch dies ist eindeutig ein Irrtum: Ich möchte nochmals betonen, dass Horte und Depots absichtlich platziert wurden, während Streufunde zufällig abhandengekommen sind oder zumindest absichtlich weggeworfen wurden.

Nomos 14, 2017, 398. Julia Maesa, aus dem Fund von Nis der frühen 1930er Jahre. Taxe: 200 / Zuschlag; 160 CHF.

Nomos 14, 2017, 398. Julia Maesa, aus dem Fund von Nis der frühen 1930er Jahre. Taxe: 200 / Zuschlag; 160 CHF.

a) Unabsichtlich verlorene Streufunde
Stellen Sie sich vor, Sie sind Besucher einer Messe im antiken Griechenland, die jährlich außerhalb einer wichtigen peloponnesischen Stadt auf einer geeigneten Gruppe von Feldern stattfindet. Sie laufen umher und sehen alle möglichen Güter, importiert aus allen Ecken der klassischen Welt: aus dem nahen Athen ebenso wie aus Sizilien und Karthago, aus den griechischen Städten in Kleinasien sowie aus Ägypten und Phönizien. Es gibt hochwertige lokale Landwirtschaftsprodukte wie Olivenöl, aber auch Öl aus Magna Graecia und sogar aus Spanien. Während Sie so umherschlendern und die Auslagen bestaunen, fällt Ihnen ein, dass Sie eine Geldbörse oder einen Beutel mit Bronze- und Silbermünzen bei sich tragen, um Dinge zu erstehen, die Ihnen besonders gefallen. Doch gerade als Sie dabei sind, etwas zu kaufen, werden Sie angerempelt und Ihre Münzen fallen über einen Auslagentisch! Verdammt! Die meisten finden Sie wieder, aber einige scheinen wie vom Erdboden verschluckt. Oder, noch schlimmer, Sie bemerken, dass Ihr ganzer Geldbeutel weg ist! Entweder hat ihn das antike Pendant des Taschendiebs von ihrem Gürtel gelöst (zur Erinnerung: Taschen in Kleidungsstücken sind erst im 13. Jahrhundert in Mode gekommen), oder er ist einfach abgefallen. Dies sind nur ein paar der Erklärungen, die wir für Streufunde haben: Die moderne gründliche Aufzeichnung der Fundstellen von Metalldetektor-Funden sowie bei sorgfältigen Ausgrabungen konnte die Existenz vorübergehender Marktstände oder sogar von Stellen beweisen, wo bestimmte Gruppierungen von Menschen sich versammelten. Dies ist einer der Gründe, warum so viele Archäologen nicht gut auf illegale Sondengänger zu sprechen sind: Sie zeichnen die exakten Fundstellen (oder generell die Fundstellen!) nicht auf. In modernen Felduntersuchungen ist es gelungen, anhand der Fundstellen von Münzen wie in einem Raster, das die alten Pfade nachzeichnet, ganze Marktflächen zu verorten. Auf der Athener Agora ist die Existenz von vermutlich temporären Ständen, die Souvenirs an Touristen auf dem Panathenäischen Weg zur Akropolis verkauften, fast sicher nachgewiesen, anhand der Verteilung von kleinen Bronzemünzen, die entlang der Straße und in den Kanälen an ihren Seiten ausgegraben wurden. Übrigens, wenn Sie eine moderne religiöse Pilgerstätte besuchen, wie zum Beispiel Einsiedeln in der Schweiz, finden Sie eine Vielzahl von Läden, die auf den Plätzen vor den Heiligtümern religiösen Krimskrams verkaufen. Man mag den Verkauf dieser kitschigen Kinkerlitzchen verwerflich finden, aber die Besucher lieben sie, und genau solche Dinge wurden auch den Pilgern in der Antike angedreht.

Nomos 14, 2017, 407. Diva Julia Maesa, aus dem Fund von Nis der frühen 1930er Jahre. Taxe: 800 / Zuschlag: 1,700 CHF.

Nomos 14, 2017, 407. Diva Julia Maesa, aus dem Fund von Nis der frühen 1930er Jahre. Taxe: 800 / Zuschlag: 1,700 CHF.

Eines der spektakulärsten Beispiele, wie uns sorgfältig aufgezeichnete Fundstellen vollkommen unerwartete Informationen liefern können, ist die Ausgrabung von Nemea in der Argolis. Das Heiligtum Nemea war Schauplatz gesamtgriechischer Spiele, die alle zwei oder drei Jahre stattfanden. Bei neuzeitlichen Ausgrabungen im Stadion fand man eine ganze Menge Münzen auf den Erdwällen, auf denen die Zuschauer standen (im Gegensatz zu anderen antiken Stadien gab es dort keine permanenten Sitzplätze). Interessant ist, dass das Stadion, das normalerweise nach den Spielen gesäubert und in Vorbereitung auf die nächsten wiederaufgearbeitet wurde, nach dem Zustand bei der Ausgrabung zu urteilen, nach den Spielen im späten 4. Jahrhundert wohl ausgedient hatte. Der gesamte Schutt der letzten Spiele (zerbrochenes Geschirr und verlorene Gegenstände – z. B. Münzen) lag noch auf der damaligen Erdoberfläche. Die grafische Aufzeichnung der Fundstellen aller Münzen zeigte, dass die Münzen bestimmter Gruppen (z. B. Menschen aus Argos, Sikyon u. a.) an bestimmten Stellen gefunden worden waren: Zuschauer aus den unterschiedlichen Städten, die an den Spielen teilnahmen, hatten sich also zu Fanblöcken zusammengetan, ganz so wie es heute bei Sportveranstaltungen der Fall ist.
Kleine Ansammlungen von Münzen, die anscheinend zusammengehören, aber keine Anzeichen aufweisen, in einem haltbaren Behältnis gewesen oder absichtlich versteckt worden zu sein, können am besten als verlorene Geldbeutel charakterisiert werden. Hochwertige Münzen, wie antike oder spätere Goldmünzen, treten auch einzeln auf (so gibt es beispielsweise Untersuchungen über Einzelfunde von Aurei in Frankreich): Werden einzelne Goldstücke gleichmäßig verteilt auf einem bestimmten Feld gefunden, lässt sich dies als ein durch Pflügen verstreuter Hort erklären; andere können, an den richtigen Fundstellen, Weihgaben sein; viele aber können nur verlorene Münzen sein, genauso wie Bronze- oder Silberstücke. Bei der teilweise riesigen Anzahl an Oberflächenfunden in den Ausgrabungen vieler antiker Städte handelt es sich fast ausschließlich um gewöhnliche Streufunde. Sie liefern uns Momentaufnahmen der zur Zeit des Verlusts im Umlauf befindlichen Münzsysteme.
Einer der interessantesten verlorenen Geldbeutel wurde in den abgebrannten Ruinen des Odeons von Agrippa auf der Athener Agora gefunden. Das Odeon wurde bei dem Angriff der Heruler im Jahre 267 zerstört, aber der Geldbeutel enthielt hauptsächlich Bronzemünzen aus dem Römischen Reich, die bis ca. 144 n. Chr. zurückgingen. Das Dach des Odeons war ca. 150 n. Chr. eingestürzt und umgehend repariert und umgestaltet worden – der Geldbeutel muss also einem der Männer gehört haben, die das Dach etwa im Jahre 150 reparierten. Er wurde wohl versehentlich verloren, fiel in den Dachstuhl und dann, als das Gebäude 267 n. Chr. abbrannte, auf den Boden. Dies ist ein besonders faszinierendes Beispiel dafür, wie sehr das Datum eines „Hortes“ von dem der Zerstörung abweichen kann, in der die Münze dann tatsächlich gefunden wird.

Nomos 1, 2009, 88. Naxos, Kykladen, aus dem Santorini-Hortfund von 1821 (IGCH 7). Taxe: 40,000 / Zuschlag 38,000 CHF.

Nomos 1, 2009, 88. Naxos, Kykladen, aus dem Santorini-Hortfund von 1821 (IGCH 7). Taxe: 40,000 / Zuschlag 38,000 CHF.

b) Absichtlich weggeworfene Objekte
Hierbei handelt es sich um Münzen, die nicht versehentlich verloren, sondern absichtlich weggeworfen wurden. Dies sind meistens Fälschungen. Gefälschte Münzen gibt es schon seit Beginn des Münzwesens. Kerne aus unedlen Metallen wurden mit Gold, Elektron oder Silber überzogen, um Benutzer zu täuschen. Agora 659 ist eine besonders clevere Fälschung, die zwei Prüfhiebe erhielt, bevor sie plattiert wurde! Da jedoch die bewusste Weitergabe von Fälschungen in der Antike ein Verbrechen war, warfen die Besitzer, sobald sie merkten, dass eine Münze nicht echt war, diese einfach weg. Dies führt dazu, dass in archäologischen Ausgrabungen eine bemerkenswerte Anzahl antiker Fälschungen in Einzelfunden auftauchen (zum Beispiel die „Limesfälschungen“ an der ehemaligen römischen Grenze in Deutschland).

Schlussbemerkung
Sämtliche Münzen, die sich heute in unseren Sammlungen – ob privat oder in Museen –, auf dem Markt oder noch unter der Erde befinden, wo sie zufällig oder bei Ausgrabungen von Archäologen in (hoffentlich) professioneller Art und Weise oder von illegalen Goldgräbern (per definitionem auf unprofessionelle Art und Weise) gefunden werden, stammen also aus Horten, Depots oder wurden einst verloren oder weggeworfen.
Eine Münze, die ohne jegliche Aufzeichnung ausgegraben wird, verliert selbstverständlich jede archäologische Relevanz: Sie ist zwar immer noch eine antike Münze, hat eine ikonografische oder kunstgeschichtliche Bedeutung und ist eine historische Quelle, aber wir wissen nicht, wo genau sie gefunden wurde – und selbst wenn wir es wissen, bleibt der Kontext unbekannt. Dies gilt insbesondere für Zufallsfunde und Münzen, die von Plünderern an archäologischen Stätten ausgegraben werden: Münzen, die sonst Informationen über die Zeit (und den Ort) ihrer Nutzung hätten liefern können und bei der Datierung der Gebäude, in denen sie gefunden wurden, hätten helfen können, verlieren sämtliche Aussagekraft.

Es ist anzumerken, dass Einzelfunde, sei es an der Oberfläche oder unter der Erde mithilfe von Metalldetektoren, zwar möglicherweise von großer archäologischer Bedeutung sind, ihr kommerzieller oder sammlerischer Wert jedoch oft zu vernachlässigen ist. Diese scheinbar paradoxe Situation liegt darin begründet, dass die allermeisten der archäologisch gefundenen Einzelmünzen durch Korrosion so stark beschädigt sind, dass sie tatsächlich nur noch von sehr geringem kommerziellen Interesse sind. 

Natürlich können ausgegrabene Münzen, wenn der Boden besonders wohlwollend ist, auch bemerkenswert korrosionsfrei sein: Vor langer Zeit grub ich in Dorchester, England, wo der Untergrund aus Kalk bestand, und fand Bronzemünzen (und andere Gegenstände) in prächtigem Zustand mit einer wunderschönen Patina, die vor der Aufzeichnung lediglich abgebürstet werden mussten. Als ich in Athen arbeitete, zeigte mir der mittlerweile verstorbene Kurator des Numismatischen Museums, Mando Oeconomides, diverse Tableaus mit Bronzemünzen aus den damals neuen Ausgrabungen in Nikopolis in der Region Epirus: Einige wiesen Verkrustungen auf, aber sie waren alle lesbar und hatten wunderschöne Oberflächen.

Das Gegenteil gilt für die etwa 16.500 Münzen, die von 1931 bis 1990 auf der Athener Agora gefunden und als „griechisch“ aufbewahrt wurden, größtenteils aus Athen, aber auch aus einer bemerkenswerten Vielzahl anderer Münzstätten (weitere ca. 4000 waren so stark korrodiert und/oder abgenutzt, dass sie lediglich als wahrscheinlich hellenistisch identifiziert werden konnten und entsorgt wurden, vermutlich Ende der 1940er oder Anfang der 1950er Jahre, vor der Rekonstruktion der Stoa des Attalos). Der Boden der antiken Stadt Athen ist für Metalle so schädlich, dass die Mehrzahl der Münzen drastischen Säuberungsmaßnahmen unterzogen werden musste, um identifiziert werden zu können. Ein jeder, der sich die Tafeln von Agora XXVI, der Veröffentlichung der griechischen Münzen von der Agora, anschaut, kann die rauen und schlimmen Oberflächen erkennen, die so viele der Münzen aufweisen (und dabei sind die ausgestellten noch die am besten erhaltenen Exemplare). Kurzum, weit mehr als 95-98 % der griechischen Münzen der Agora wären von geringem Interesse für Sammler und Händler (die Illustrationen stammen im Übrigen alle von Gipsabdrücken – die tatsächlichen Münzen sind noch viel schlimmer). 

Nomos 1, 2009, 25. Naxos, Sizilien, aus dem Randazzo-Hortfund von 1980. Geschätzter Wert 400,000 / Zuschlag 775,000 CHF.

Nomos 1, 2009, 25. Naxos, Sizilien, aus dem Randazzo-Hortfund von 1980. Geschätzter Wert 400,000 / Zuschlag 775,000 CHF.

Zugegeben, ein großer Teil der Oberflächenfunde mit Metalldetektoren landet auf dem Weltmarkt und der wissenschaftliche Verlust kann schwerwiegend sein, aber das eigentliche Problem ist, dass so viel von diesem Material das ist, was man im Handel als „Ramsch“ bezeichnet. Würde man all diese Funde identifizieren und ihre Fundstellen aufzeichnen, könnten wir eine Menge lernen. Aber aufgrund von Beschlagnahme-Gesetzen und lächerlichen Finderlöhnen versuchen die Finder meistens, ihre Beute auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen; außer in England, wo Finder, die ihren Fund melden, vom Portable Antiquities Scheme (PAS) eine Belohnung erhalten, wenn die gefundenen Gegenstände von nationaler oder lokaler Bedeutung sind, oder ihre Fundstücke zurückbekommen, wenn kein nationales oder lokales Museum sie behalten möchte (wegen unzureichender Strafen setzen sich illegale Detektorgänger auch in England über die Gesetze hinweg).

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich berichten, dass vor dem Erlass wirklich strenger Einfuhrbestimmungen in der Schweiz alle möglichen Leute mit Säcken voll Oberflächenfunden auftauchten, in der Überzeugung, sie seien ein Vermögen wert. Es war dann meine Aufgabe, da Silvia Hurter und Leo Mildenberg besseres zu tun hatten, den Leuten zu erklären, dass ihre Schätze quasi wertlos waren und wir gewiss kein Interesse hatten, sie zu kaufen. Daraufhin wurden die Menschen natürlich wütend, besonders dann, wenn ich ihnen sagte, es wäre besser und lukrativer gewesen, die Münzen in ihrem Heimatland zu belassen, anstatt sie heraus- und anschließend in die Schweiz hereinzuschmuggeln. Die gesetzlichen Strafen waren bei weitem höher als der Wert der Münzen. Sie sahen mich an, als hätte ich den Verstand verloren. Was noch schlimmer war: Meistens putzten die Leute die Münzen eigenhändig, womit sie deren ohnehin geringen Wert vollends zerstörten. Da wurden haufenweise Bronzemünzen mit Benzin überschüttet und kamen als glänzende Pfennige zum Vorschein!! Mit fairen Gesetzen und angemessenen Belohnungen für Material, das wirklich von Interesse ist, bzw. der Rückgabe von Wertlosem an den Finder und/oder Grundbesitzer, wären all diese Fundstücke im Heimatland verblieben, mit Aufzeichnungen, wo sie gefunden wurden, anstatt letzten Endes in einer „Ramschkiste“ in München oder London zu landen!

Dazu kommt, dass Münzen, die ohne Aufzeichnung an Stätten überall im weiteren Mittelmeerraum ausgegraben werden, ihren Kontext und ihre archäologische Bedeutung unwiederbringlich verlieren (denken Sie daran: Viele, viele Münzen haben einen archäologischen Wert, der den kommerziellen weit übersteigt).

Hortfunde aber, aus denen der Großteil der echten Sammlerstücke stammt, sind oftmals von deutlich geringerer archäologischer Bedeutung. Ausnahmen bestätigen die Regel. Not-Horte an städtischen Fundorten helfen tatsächlich, die Zerstörung der Stätten zu datieren, doch viele Hortfunde haben wirklich hauptsächlich numismatischen statt archäologischen Wert. Der große Meydanc?kkale-Hortfund in der Nähe des heutigen türkischen Ortes Gülnar in Kilikien wurde in drei großen Tongefäßen, vergraben unter dem Boden eines alten Gebäudes, gefunden – Anzeichen von Zerstörung scheint es keine zu geben, also war dies vermutlich eine Art Spar-Hort. Archäologische Informationen liefert er kaum, aber numismatisch war er von großer Bedeutung bei der Festlegung der Chronologie der Ausgaben aus Pergamon, von den Ptolemäern und posthum von Lysimachos. Viele weitere Horte wurden außerhalb von archäologischen Gebieten gefunden, oftmals weit weg von Siedlungsgebieten: Auch dort war der Inhalt, anders als bei all den Einzelfunden oder Not-Horten in zerstörten Gebieten, überwiegend für numismatische Fragen bedeutsam, nicht für archäologische. Der große Dekadrachmen/Elmali-Hortfund schien keinen erheblichen archäologischen Kontext aufzuweisen und auch mehrere große Hortfunde in England aus alten britischen und römischen Zeiten stammen aus Gebieten, die nicht von erkennbarem archäologischem Interesse sind.

Schließen möchte ich mit einem Zitat aus der neuesten Absichtserklärung zwischen den USA und Libyen, welches zeigt, wie verrückt und wirklichkeitsfremd die aktuelle Situation ist. Es handelt sich um die Auflistung eines Gegenstandes, der als archäologisches Objekt klassifiziert ist und nicht in die USA eingeführt werden darf:
„3. Seil – Seile und Schnüre wurden für eine Vielzahl von Anwendungen benutzt, u. a. zum Binden, zur Wasserförderung für Bewässerungssysteme, für Fischernetze, zum Messen und zum Auffädeln von Perlen für Schmuck und Kleidung.“
Ist das nicht herrlich? Schon bald werden Container mit Seilen und Schnüren zurück nach Libyen gesandt werden, um sie vor den Händen all der passionierten Sammler libyscher Seile und Schnüre aus dem Neolithikum bis zum Jahre 1750 zu bewahren!
Ich habe mir das nicht ausgedacht.

Wer Alan Walker ist, wissen die meisten, und wer das nicht weiß, kann es bei uns im numismatischen Who’s who nachsehen.

Die Kontaktangaben von Alan Walker finden Sie auf der Website von Nomos.

Teil 2: Depotfunde seiner Artikelreihe über Hortfunde lesen Sie hier.

Weitere Artikel zu Schatzfunden gibt es im entsprechenden Bereich unseres Archivs.

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