Neuzugänge in der Münzsammlung der Universitätsbibliothek Leipzig

6. Juli 2017 – Trotz fehlenden Etats für Neuerwerbungen konnte die Münzsammlung der UB Leipzig auch im Jahr 2016 wieder in ihrem Bestand signifikant ergänzt werden. Insgesamt 76 Münzen und Medaillen gelangten als Spenden neu in die Sammlung. In ihrer Vielfältigkeit bezüglich Prägezeit und Region passen sich diese Neuzugänge perfekt in den bisherigen Sammlungsbestand ein. Der Dank gilt allen privaten und institutionellen Spendern, die den Ausbau der Sammlung fördern.

Drei repräsentative Stücke sollen an dieser Stelle kurz vorgestellt werden: 

Die große Porzellanmedaille wurde 1973 von Manfred Wünsche gefertigt und feiert Felix Mendelssohn Bartholdy und das Leipziger Gewandhaus.Die große Porzellanmedaille wurde 1973 von Manfred Wünsche gefertigt und feiert Felix Mendelssohn Bartholdy und das Leipziger Gewandhaus.

Die große Porzellanmedaille wurde 1973 von Manfred Wünsche gefertigt und feiert Felix Mendelssohn Bartholdy und das Leipziger Gewandhaus.

Ein wunderbares Stück Leipziger Geschichte findet sich durch eine große Porzellanmedaille des Leipziger Gewandhauses vertreten, die 1973 von Manfred Wünsche in der Meißner Porzellan-Manufaktur gestaltet und hergestellt wurde.
Die Auflage betrug 500 Exemplare. Der genaue Verwendungszeck ist leider unklar. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Stücke als Preismedaillen gedacht waren. Ob damit je eine Auszeichnung vorgenommen wurde, ist leider nicht mehr zu ermitteln. 

Ein Silberstück zu 1/2 Karshapana (um 400 v. Chr.) dokumentiert die frühe indische Münzprägung.Ein Silberstück zu 1/2 Karshapana (um 400 v. Chr.) dokumentiert die frühe indische Münzprägung.

Ein Silberstück zu 1/2 Karshapana (um 400 v. Chr.) dokumentiert die frühe indische Münzprägung.

Dass die frühe Münzprägung neben Kleinasien und China auch in Nordindien ihre Entwicklung nahm, ist bekannt. Der Sammlungsbestand konnte hier durch ein Silberstück zu 1/2 Karshapana aus Nordindien ergänzt werden. Das um 400 v. Chr. entstandene Geldstück wird dem Reich der Kuru zugerechnet (Robert Tye Early World Coins Nr. 620).

Ein vollständiger Satz Medaillen zum Thema Braunkohleabbau von der Firma Mitteldeutsche Braunkohle AG (MIBRAG) aus den 1990er Jahren ging ebenfalls an die UB Leipzig. Hier eine der fünf Silbermedaillen mit gemeinsamer Rückseite.Ein vollständiger Satz Medaillen zum Thema Braunkohleabbau von der Firma Mitteldeutsche Braunkohle AG (MIBRAG) aus den 1990er Jahren ging ebenfalls an die UB Leipzig. Hier eine der fünf Silbermedaillen mit gemeinsamer Rückseite.

Ein vollständiger Satz Medaillen zum Thema Braunkohleabbau von der Firma Mitteldeutsche Braunkohle AG (MIBRAG) aus den 1990er Jahren ging ebenfalls an die UB Leipzig. Hier eine der fünf Silbermedaillen mit gemeinsamer Rückseite.

Der Südraum Leipzigs war und ist ein Tagebaugebiet, in dem noch immer Braunkohle gefördert wird. In den 1990er Jahren gab die Mitteldeutsche Braunkohle AG fünf Silbermedaillen zu unterschiedlichen Firmenjubiläen heraus. Bereits im Mai 2016 wurde ein vollständiger Satz der Medaillen an die Universitätsbibliothek übergeben. Die Medaillen sind aufgrund des regionalen Bezugs zu Leipzig und der Darstellung von Bergbaugeräten wie Tagebaubaggern, Brikettfabriken und Kraftwerken eine besondere Ergänzung des Bestandes an Medaillen. Ein ausführlicher Bericht hierzu wird in den Freiberger Münzblättern Nr. 27/2018 erscheinen.

Mehr zur Münzsammlung der Universitätsbibliothek finden Sie unter auf der Seite der UB Leipzig oder bei dem Medienpartner der Sammlung, der Sächsichen Numismatischen Gesellschaft.

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