Staatliche Münze Berlin würdigt 70. Jahrestag der Luftbrücke Berlin

21. Juni 2018 – Als die sowjetische Besatzungsmacht 1948 alle Straßen nach Berlin absperrte, versorgten die Westalliierten monatelang die Stadt auf dem Luftweg. 70 Jahre später gedenkt die Staatliche Münze Berlin in Kooperation mit dem Land Hessen der Helden dieses Einsatzes mit einer Prägung in Silber. 

Die Gedenkprägung erscheint in .333 Silber und wurde gestaltet von Kerstin Schubert und Dr. John Provan.Die Gedenkprägung erscheint in .333 Silber und wurde gestaltet von Kerstin Schubert und Dr. John Provan.

Die Gedenkprägung erscheint in .333 Silber und wurde gestaltet von Kerstin Schubert und Dr. John Provan.

Die Gedenkprägung wurde gemeinsam mit dem Verein „Luftbrücke Frankfurt – Berlin“ gestaltet und wird in Kooperation mit dem Land Hessen und dem Flughafenbetreiber Fraport ausgegeben. Die Gedenkprägung wird mit einem Nachdruck einer Original-Autogrammkarte von Gail S. Halvorsen ausgeliefert.

Berliner beobachten die Landung eines Flugzeuges der Westallierten. Foto: Cees Steijger (1991), „A History of USAFE“, WikiCommons.

Berliner beobachten die Landung eines Flugzeuges der Westallierten. Foto: Cees Steijger (1991), „A History of USAFE“, WikiCommons.

Drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges stürzte die sowjetische Blockade Berlin in eine schwere Krise. Für die rund 2,2 Millionen Menschen – viele davon waren Kriegsflüchtlinge – ging es ums nackte Überleben. Den West-Alliierten gelang es, mit einer Luftbrücke die Blockade zu umgehen, ohne Kriegsgefahr heraufzubeschwören. Die Versorgung einer zerstörten Stadt mit mehr als zwei Millionen Menschen aus der Luft war eine einzigartige logistische und humanitäre Leistung. Durch die Luftbrücke hatten die Alliierten klargestellt, dass sie West-Berlin niemals preisgeben würden. 

Der Verein „Luftbrücke Frankfurt - Berlin 1948 – 1949“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, an die einmalige Hilfeleistung durch die Luftbrücke zu erinnern, und den Helden dieses historischen Einsatzes von damals zu danken und ihrer zu gedenken. Mit dem Ehrenpräsidenten Gail S. Halvorsen steht an der Spitze des Vereins ein Mann, der als „Candy Bomber“ in die Geschichte der Luftbrücke einging. Durch den Abwurf von kleinen Fallschirmen aus seiner C – 54, an denen Süßigkeiten befestigt waren, versüßte er in schwerster Zeit das Leben vieler Berliner Kinder. Von 1970 bis 1974 war Halvorsen Kommandant des Flughafens Tempelhof. Seit 2013 ist in Berlin eine Oberschule nach Gail S. Halvorsen benannt. 

Wenn Sie mehr über die Staatliche Münze Berlin Prägestätte, die neben Eigenprägungen auch für die Bundesrepublik Deutschland Umlauf- und Sondermünzen prägt, erfahren wollen, finden Sie auf der offiziellen Webpräsenz mehr Informationen.

Detaillierte Informationen über die Geschichte und die Ziele des im Jahre 2009 gegründeten Vereins „Luftbrücke Frankfurt – Berlin 1948 – 1949 e.V.“ lassen sich auf deren Internetseite finden. Hier gibt es auch ein eigenes Kapitel zu Gail S. Halvorsen.

Auf YouTube gibt es außerdem eine Vielzahl von Dokumentationen, u.a. von ZDF History, über die sogenannten „Rosinenbomber“ und die Geschichte der Berliner Luftbrücke. 

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