Studenten entwickeln interaktiven Zugang zur antiken Numismatik in China

von Sven Günther, IHAC, NENU, Changchun

10. August 2017 – Antike Münzen waren in ihrer Zeit ein Massenmedium. Neben ihren Funktionen als Geld – zum Austausch, Aufbewahrung, Messen und Standardisierung von Wert(en) – war es vor allem das Visuelle und Haptische, das sie als Informations- und Propagandamedium so erfolgreich machte.

Die Projektteilnehmer bereiteten sich intensiv auf die Ausstellungsgestaltung vor.

Die Projektteilnehmer bereiteten sich intensiv auf die Ausstellungsgestaltung vor.

Diese antike Form der Interaktivität bildete den Ausgangspunkt für das Projektseminar am Institute for the History of Ancient Civilizations (IHAC) der Northeast Normal University, Changchun (China). So sollte dieses antike Massenmedium mithilfe einer in China sehr populären modernen, multifunktionellen Applikation namens „Wechat“, einer Kombination aus Whatsapp, Facebook und Paypal, einem breiteren Publikum erstmals zugänglich gemacht werden.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Sven Günther und seiner Frau, der Klassischen Archäologin Elisabeth Günther, M.A., arbeiteten neun Studenten ein ganzes Semester an dieser Multimedia-Ausstellung.

Die Münzen sind in den Einträgen abgebildet und auf englisch und chinesisch beschrieben.Die Münzen sind in den Einträgen abgebildet und auf englisch und chinesisch beschrieben.

Die Münzen sind in den Einträgen abgebildet und auf englisch und chinesisch beschrieben.

Dabei standen zu Beginn der Erwerb von Basis- wie Spezialwissen zu den einzelnen Epochen der griechischen-römischen Geschichte und der Entwicklung des Münzwesens sowie Aspekte der modernen Ausstellungskonzeption im Vordergrund. 

Texte zum historischen Hintergrund ergänzen die Einzeleinträge in Wechat.

Texte zum historischen Hintergrund ergänzen die Einzeleinträge in Wechat.

Im zweiten Teil erforschten und bestimmten die Studenten in kleineren Projektgruppen die Einzelstücke, schrieben Texte zum historischen Hintergrund und bereiteten Texte wie Bilder für die Online-Ausstellung auf.

Es ist zu wünschen, dass die Ausstellung dem chinesischen Publikum ein Fenster zur europäischen Antike öffnet.

Es ist zu wünschen, dass die Ausstellung dem chinesischen Publikum ein Fenster zur europäischen Antike öffnet.

Mit ihrer Ausdauer und Einsatzbereitschaft schaffte es die Projektgruppe, die Ausstellung rechtzeitig zu Semesterende fertigzustellen, so dass das Ergebnis, in Englisch wie Chinesisch, nun in 2D und 3D von möglichst vielen betrachtet werden kann – das antike Erbe ist damit bereit für neue, moderne Zugänge!

Einige der Projektteilnehmer in angeregter Diskussion.

Einige der Projektteilnehmer in angeregter Diskussion.

Projektteilnehmer:

  • Sven Günther
  • Elisabeth Günther
  • Liu Shumeng
  • Zhang Hongxia
  • Wu Tong
  • Wang Zhengyu
  • Zhang Tianyuan
  • Zhang Duoduo
  • Ma Jiancheng
  • Li Yang
  • Zhang Ze

Die internationale Version der Wechat-App kann hier heruntergeladen werden.

Der QR-Code führt direkt zum ICAHOINS-Account bei Wechat.

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Hier kommen Sie zur englischen Webseite des Instituts IHAC.

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