einFLUSSreich. Köln und seine Häfen

21. Juni 2018 – Die Ausstellung „einFLUSSreich. Köln und seine Häfen“ im Historischen Archiv der Stadt Köln stellt bis 16. November 2018 die Bedeutung des Kölner Hafens für die Entwicklung der Stadt am Rhein dar.

Stets hat der Rhein Köln reich gemacht und der Stadt Einfluss verschafft. Für die Römer war die Lage am Fluss der ausschlaggebende Aspekt, um gerade hier ein oppidum, d. h. eine Stadt anzulegen. Im Mittelalter sicherte das Stapelprivileg von 1259 den Reichtum der Stadt. Dieses legte fest, dass Waren, die Köln zu Schiff passierten, vor dem Weitertransport drei Tage in Köln zum Verkauf angeboten werden sollten.

Der Kölner Hafen in einer historischen Ansicht. © Stadt Köln, Historisches Archiv.

Der Kölner Hafen in einer historischen Ansicht. © Stadt Köln, Historisches Archiv.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts war Köln gezwungen, sich den Herausforderungen des industriellen Zeitalters zu stellen: Der moderne Rheinauhafen wurde 1898 erbaut. 

Mit Deutz und Mülheim kamen neue Häfen und neue Stadtteile hinzu. In den 1920er Jahren sah Konrad Adenauer in Köln noch Kapazitäten für neue Industrieansiedlungen und neue Hafenanlagen und es wurde mit dem Bau des Hafens Niehl begonnen. In den 1950er Jahren kam zum inzwischen weiter ausgebauten Niehl I der Hafen Niehl II dazu. Schließlich wurde auch der Hafen Godorf der Köln Bonner Eisenbahnen neben den übrigen Häfen errichtet.
Heute ist Köln immer noch die deutsche Metropole am Rhein und die Kölner Häfen gehören zum zweitgrößten Binnenhafen Deutschlands. Brachten die Schiffe in der Antike noch exotische Lebensmittel, wie Atlantikaustern oder Mittelmeeroliven nach Köln und transportierten im frühen 20. Jahrhundert Dampfschiffe noch die von der Industrie benötigte Kohle, fahren heute Containerschiffe auf dem Rhein, die im Hafen Niehl I be- und entladen werden.

Ein Blick in die Ausstellung. © Stadt Köln, Historisches Archiv.

Ein Blick in die Ausstellung. © Stadt Köln, Historisches Archiv.

Zugleich sind die Häfen, die im 19. Jahrhundert oder im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in Köln angelegt wurden, schon wieder Geschichte. Der Rheinauhafen wurde zu einem Wohn- und Arbeitsquartier umgestaltet, dem Hafen Deutz steht dies in Kürze bevor. Auch der Hafen Mülheim wird nicht mehr als Handelshafen genutzt.
Ihren Einfluss haben diese Häfen aber nicht verloren. Ihre Umgestaltung verändert das Stadtbild nachhaltig.

Zur Ausstellung können Sie sich auf der Seite des Historischen Archivs der Stadt Köln informieren.

Gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern bietet das Historische Archiv ein umfangreiches Begleitprogramm mit spannenden Vorträgen und interessanten Führungen an.

Der Bedeutung des Rheins für Wirtschaft, Kunst und Kultur (nicht nur für Köln) ging eine Ausstellung in der Bonner Kunsthalle nach, über die wir berichteten.

Und das Kölner Museum Schnütgen zeigte bis vor kurzem seine mittelalterlichen Schätze in einer Sonderausstellung.

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