Gerhard Hirsch Nachf., D-München

11. Mai 2017 - 12. Mai 2017

Auktion 329: Münzen und Medaillen

Raritäten der Neuzeit bei Hirsch

Die Mai-Auktion Münzen und Medaillen der Neuzeit der Firma Gerhard Hirsch Nachf. umfasst nahezu 1420 Losnummern. Zu Beginn stehen die Münzen des Mittelalters mit einem äußerst seltenen Triens der Merowinger, der in vorzüglicher Erhaltung EUR 4.500 bringen soll. Die Imitation eines Zecchino aus Venedig des Robert d’Anjou aus Achaia mit dem knienden Dogen hat eine Taxe von EUR 500.

Los 1168: Frankfurt. Dukat 1820 Goldabschlag von den Stempeln des 1 Heller 1820. Taxe: 3.000 EUR.

Los 1168: Frankfurt. Dukat 1820 Goldabschlag von den Stempeln des 1 Heller 1820. Taxe: 3.000 EUR.

Es folgen die Gepräge der Deutschen und Habsburgischen Lande mit vielen Raritäten, darunter aus Augsburg eine Medaille auf die Münzkonvention des Schwäbischen, Fränkischen und Bayerischen Kreises (Taxe EUR 2.000). Ein stempelglänzender Dukat 1786 des Karl Friedrich von Baden-Durlach auf die Geburt seines Enkels soll EUR 3.500 bringen. Aus dem Kurfürstentum Bayern, geprägt unter Maximilian I., kommt ein auf EUR 4.000 geschätzter Dukat 1646 in ebenfalls stempelglänzender Erhaltung. Ein Breiter Löser 1685 des Rudolph August mit Lautenspieler stammt aus dem Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel (Taxe EUR 5.000). Eine qualitätvolle Partie von Münzen aus Frankfurt mit vielen Raritäten kommt zum Ausruf z.B. mit einem Dukat 1820, einem Goldabschlag von den Stempeln des 1 Heller 1820 mit einer Taxe von EUR 3.000. 

Los 1227: Habsburgische Kron- und Erblande. Holzmedaille. Kaiser Maximilian I. Taxe: 5.000 EUR.

Los 1227: Habsburgische Kron- und Erblande. Holzmedaille. Kaiser Maximilian I. Taxe: 5.000 EUR.

Es folgt eine hochwertige Auswahl Münzen aus Freising (18 Lose), darunter ein sehr seltener Dukat 1766 des Clemens Wenzeslaus Königlicher Prinz von Polen und Sachsen. Aus den Habsburgischen Kron- und Erblanden stammen 7 Holzmedaillons, wohl aus der Renaissancezeit mit Taxen zwischen EUR 2.000 und EUR 5.000, so eine Medaille mit der Büste des Kaisers Maximilian I. oder ein Medaillon mit der Büste Kaiser Karls V. Mit EUR 9.000 kommt ein seltener Dukat 1742 der Stadt Köln unter den Hammer. 33 Lose aus Nürnberg, darunter ein vorzüglicher Guldentaler 1660 (Taxe EUR 3.250) werden ebenfalls angeboten, sowie nachfolgend einige Lose mit Nürnberger Rechenpfennigen. Eine Große Gußmedaille 1547 des Hans Reinhart des Älteren mit Adam und Eva im Paradies soll EUR 2.500 bringen.

Es folgen die Neueren Deutschen Prägungen mit äußerst qualitätvollen Münzen, darunter eine Partie Bayerischer Geschichtstaler wie z. B. der seltenste bayerische Geschichtstaler 1848 mit der Übergabe der Krone (Taxe EUR 1.000). 1/2 Friedrichs d’or 1814 A des Friedrich Wilhelm III. von Preussen soll in vorzüglicher Erhaltung EUR 4.500 bringen und ein in Dresden unter Friedrich August I. von Sachsen geprägter August d’or ist in Stempelglanz mit EUR 5.500 geschätzt. Ein seltener Würzburger Neujahrsgoldgulden (1827-1834) des Ludwig I. von Bayern hat eine Taxe von EUR 6.000.

Los 1658: Königreich Sachsen. Friedrich August III. 1904-1918. 3 Mark 1917 E. Taxe: 55.000 EUR.

Los 1658: Königreich Sachsen. Friedrich August III. 1904-1918. 3 Mark 1917 E. Taxe: 55.000 EUR.

Im Anschluss gelangen die Reichsmünzen ab 1871 zum Ausruf, in dieser Auktion handelt es sich um eine komplette Typensammlung, beginnend mit den Reichssilbermünzen. 2 Mark 1876 A des Friedrich I. von Anhalt in PP haben eine Taxe von EUR 1.500. Nur 100 Exemplare wurden von den 3 Mark 1918 D auf die Goldene Hochzeit von König Ludwig III. von Bayern und seiner Gemahlin geprägt. Dieses stempelglänzende Los wird mit EUR 20.000 geschätzt. 2 Mark 1899 A des Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt sollen in PP mit einer Auflage von 128 Stück EUR 2.500 bringen und 3 Mark 1917 A zum 25jährigen Regierungsjubiläum des Großherzogs sind auf EUR 3.500 taxiert. Aus dem Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz, geprägt unter Friedrich Wilhelm, kommen 2 Mark 1877 A mit EUR 2.000 zum Ausruf. Mit einer Taxe von EUR 2.500 wird eine Prägung in 5-Mark-Größe zur 800-Jahrfeier des Hauses Wettin 1889 angeboten mit dem Portrait von König Albert von Sachsen. Unter Friedrich August III. von Sachsen geprägt kommen weiters 3 Mark 1917 E in PP mit einer Taxe von EUR 55.000 unter den Hammer. Diese seltenste deutsche Reichssilbermünze mit einer Auflage von 100 Stück, von denen eine unbekannte Anzahl wieder eingeschmolzen wurde, zeigt Friedrich den Weisen und ist das Titelstück der Auktion 329. Die stempelglänzende 3 Mark 1916 F des Wilhelm II. von Württemberg hat einen Schätzpreis von EUR 4.500. 

Los 1861: Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Ernst II. 1844-1893. 20 Mark 1872 E. Taxe: 40.000 EUR.

Los 1861: Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Ernst II. 1844-1893. 20 Mark 1872 E. Taxe: 40.000 EUR.

Es folgen die Reichsgoldmünzen. 20 Mark 1875 A des Friedrich I. aus dem Herzogtum Anhalt sollen in vorzüglicher Erhaltung EUR 2.000 bringen und aus dem Königreich Bayern, geprägt unter Ludwig III., kommen 20 Mark 1914 D, die letzte bayerische Goldmünze, die auf EUR 3.500 geschätzt wird. Mit einer Taxe von EUR 30.000 kommt der Erstabschlag der 10 Mark 1873 A des Friedrich Wilhelm von Mecklenburg Strelitz unter den Hammer, weitere äußerst seltene Münzen aus diesem Großherzogtum folgen. Nikolaus Friedrich Peter, Großherzog von Oldenburg, ließ 10 Mark 1874 B prägen (Taxe EUR 4.000) mit einer Auflage von 15.000 Stück. Bei den anschließenden Prägungen aus Preussen stehen sämtliche Jahrgänge zur Auswahl. 10 Mark 1889 A in PP von Wilhelm II. sind von großer Seltenheit und werden mit einer Taxe von EUR 7.500 angeboten. Aus dem Fürstentum Reuss kommen 20 Mark 1875 B des Heinrich XXII. in vorzüglicher Erhaltung, taxiert mit EUR 15.000 (Auflage 1510 Stück) oder weiter stempelglänzend 10 Mark 1882 A des Heinrich XIV. (Taxe EUR 7.500). Der seltenste Münztyp der deutschen Reichsgoldmünzen stammt aus dem Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Es handelt sich um 20 Mark 1872 E des Ernst II. mit einer Auflage von 1000 Stück, die in vorzüglicher Erhaltung EUR 40.000 erzielen sollen. Das Herzogtum Sachsen-Meiningen brachte mit die seltensten Reichsgoldprägungen hervor, so z. B. vorzügliche 20 Mark 1872 D von Georg II. mit einem Schätzpreis von EUR 12.500. Stempelglänzend sind 20 Mark 1874 B von Adolf Georg zu Schaumburg-Lippe (Taxe EUR 7.500) und die unter Fürst Friedrich von Waldeck-Pyrmont geprägten 20 Mark 1903 A mit einer Auflage von 2000 Stück sollen EUR 8.000 bringen.

Bei den Münzen der Weimarer Republik kommen unter anderem 5 Reichsmark 1932 F auf den Todestag von Johann Wolfgang von Goethe in PP mit einer Taxe von EUR 2.000 zum Ausruf. Es folgen Münzen des Dritten Reichs, der Alliierten Besatzung, der Bank Deutscher Länder und der BRD. Im Anschluß gelangen Münzen der Nebengebiete zum Ausruf, so aus Deutsch-Neuguinea 10 Neu-Guinea Mark 1895 A als Erstabschlag (Taxe EUR 17.500) und 20 Neu-Guinea Mark 1875 A in stempelglänzender Erhaltung (Taxe EUR 25.000). Ein Erstabschlag der 25 Gulden 1930 der Stadt Danzig soll EUR 2.000 bringen.

Los 2282: Volksrepublik Ungarn. 1945-1989. 1000 Forint 1966. Taxe: 10.000 EUR.

Los 2282: Volksrepublik Ungarn. 1945-1989. 1000 Forint 1966. Taxe: 10.000 EUR.

Nachfolgend die Gepräge des Auslandes, darunter aus Belgien-Brabant unter Albert et Isabelle geprägt ein Ducaton de poids triple von 1619 mit der Darstellung des Herrscherpaares und einem Schätzpreis von EUR 6.000, ein zweifacher Patagon 1625 des Philippe IV. ist mit EUR 5.000 angesetzt. Aus Großbritannien kommt eine Medaille 1688 auf die Landung des späteren Königs William III. in Totbay unter den Hammer, geprägt unter James II. und geschätzt mit EUR 2.000. Eine Osella des Pietro Lando (1539-1545) aus der Republik Venedig soll EUR 2.000 bringen, sowie auch eine weitere Osella des Francesco Morosini (1688-1694), die eine Anspielung auf die Siege über die Türken zeigt. Ein stempelglänzendes ovales Medaillon 1636 des Gustav II. Aldolf aus Schweden, ein prachtvoller Hohlguß, hat eine Taxe von EUR 2.000. Bei der Partie von Münzen aus der Schweiz werden unter anderen 36 Lose der verschiedensten Jahrgänge von 20 und 10 Franken Vreneli in hervorragenden Erhaltungen angeboten. Aus der Volksrepublik Ungarn stammen seltene 1000 Forint 1966 in PP (Auflage 330 Stück, Taxe EUR 10.000) sowie ebenso 1000 Forint 1967 (Auflage 500 Stück, Taxe EUR 5.000).

Nach den Medaillen des Münchner Medailleurs Karl Goetz gelangt ein weiterer Teil der Sammlung Paul Niggl mit vielen äußerst seltenen Musikermedaillen zum Ausruf. Nach Banknoten und Münzwaagen bilden Ikonen den Abschluss der Auktion.

Sie können die Daten sowie die Abbildungen auch digital via E-Mail empfangen.

Das gesamte Angebot der Auktion 329 finden Sie online hier.

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