Numismatica Ars Classica, CH-Zürich

24. Oktober 2017

Auktionen 101 & 102

Dritter Teil der Ernst-Ploil-Sammlung bei NAC

Die diesjährige Herbst-Auktion von Numismatica Ars Classica findet am 24. Oktober 2017 statt im Hotel Baur au Lac in Zürich. Rund 400 Lose mit einem Gesamtwert von 3.517.600 CHF werden in zwei Sitzungen versteigert.

Der erste Teil besteht aus dem dritten und letzten Teil der Ernst-Ploil-Sammlung römischer Münzen, gefolgt von einer bedeutenden Auswahl römischer Goldmünzen.

Los 22: C. Iulius Caesar und C. Cossutius Maridianus. Denari 44, AR 3,53 g.

Los 22: C. Iulius Caesar und C. Cossutius Maridianus. Denari 44, AR 3,53 g.

Auktion 101: Ernst Ploil Sammlung römischer Münzen – Teil III

Die Auktion 101 setzt sich aus 311 Losen zusammen und ist dem dritten Teil einer außergewöhnlichen Sammlung von Münzen der römischen Republik und der zwölf Caesaren gewidmet, gefolgt von Münzen aus dem zweiten und dritten Jahrhundert nach Christus.

Die in den letzten Jahrzehnten von Dr. Ernst Ploil, Direktor der Rechtsanwaltkanzlei Ploil Krepp Boesch Rechtsanwälte GmbH und CEO von Auktionshaus im Kinsky, angelegte Sammlung besticht durch bemerkenswert seltene Stücke, die von einer außergewöhnlichen Kompetenz und Leidenschaft ihres Sammlers zeugen.

Los 33: Marcus Antonius und C. Caesar Octavianus mit M. Barbatius. Aureus, Heeresmünzstätte mit M. Antonius 41, 8,02 g.

Los 33: Marcus Antonius und C. Caesar Octavianus mit M. Barbatius. Aureus, Heeresmünzstätte mit M. Antonius 41, 8,02 g.

So schwierig es auch scheint, auf nur einige der zahlreichen Highlights der Sammlung einzugehen, sei auf eine Reihe von besonders schönen Stücken aus der römischen Kaiserzeit hingewiesen. Besonders hervorzuheben sind hierbei zwei einmalige Denare von Julius Caesar (Lose 22 und 36), ein herrlicher Aureus von Barbatia (Los 33) und ein bemerkenswert gut erhaltener Denar von Marc Anton und Cleopatra.

Die mit merkbar größter Sorgfalt zusammengestellte Augustus-Serie enthält einen extrem seltenen Denar mit Julia auf der Rückseite (Los 82) und einen ebenfalls außergewöhnlich gut erhaltenen Denar mit einem Porträt Agrippas (Los 87).

Los 119: Claudius, 41-54. Aureus 41-42, AV 7,74 g.

Los 119: Claudius, 41-54. Aureus 41-42, AV 7,74 g.

Die Serie von Münzen des Gaius ist gleichermaßen beeindruckend und die Auswahl von Claudius besticht mit einem Aureus, der von einem außergewöhnlichen Können seines Graveurs zeugt (Los 119). Gefolgt wird diese von einer herrlichen Serie Neros, worunter besonders Los 130 hervorzuheben ist, eine Münze, die er zu Ehren seiner Mutter Agrippina prägen ließ.
Unter einer Vielzahl ausgezeichneter Stücke aus der Zeit der römischen Bürgerkriege sei besonders auf einen bemerkenswert gut erhaltenen Denar des Clodius Macer (Los 161) hingewiesen. Unter den Münzen Galbas befindet sich außerdem ein Aureus mit einer beeindruckenden Provenienz (Los 167). 

Los 253: Trajan 98-117. Aureus nach 20. Februar bis etwa Herbst 116, AV 7,37 g.

Los 253: Trajan 98-117. Aureus nach 20. Februar bis etwa Herbst 116, AV 7,37 g.

Die Münzen aus der Zeit der Germaneneinfälle bestechen insbesonders durch zwei Aurei von Domitian (Lose 219 und 220). Ebenfalls herausragend ist der erste Teil des zweiten Jahrhunderts, einschließlich eines äußerst seltenen Aureus von Trajan (Los 253) und eines besonders gut erhaltenen Aureus von Kaiser Hadrian (Los 259), dicht gefolgt von Münzen aus der Dynastie der Severer und Antoninen mit zwei wunderschönen Aurei von Commodus (Lose 277 und 278) und zwei prächtigen Aurei von Septimius Severus (Lose 282 und 284). Auktion 101 schließt mit einer nahezu kompletten Reihe von unter Trajan Decius hergestellten antoninischen Consecratio-Prägungen.

Los 504: Aureus des Vespasian, Antiochia 70, AV 7,78 g. I.

Los 504: Aureus des Vespasian, Antiochia 70, AV 7,78 g. I.

Auktion 102: Eine hervorragende Auswahl römischer Goldmünzen

Die zweite Auktion umfasst den ersten Teil einer bemerkenswerten Sammlung von insgesamt 89 römischen Goldmünzen. Unter einer beeindruckenden Reihe von außergewöhnlich gut erhaltenen Stücken, gilt es, einen besonders schönen Aureus von Vespasian hervorzuheben, der in Antiochia geprägt wurde (Los 504).

Los 514: Aureus des Hadrian, 134-138, AV 7,27 g.

Los 514: Aureus des Hadrian, 134-138, AV 7,27 g.

Bei der anschließenden Auswahl aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus sei besonders auf einen spektakulären Aureus Hadrians (Los 514) und einen Aureus der Faustina I. hingewiesen (Los 520).

Besonders erwähnt werden muss außerdem ein großartiger Aureus des Septimius Severus (Los 528) und ein einzigartiger Aureus desselben Kaisers, der vermutlich in Indien gefertigt wurde (Los 531). Zusätzlich sollten ein herrlicher Aureus des Caracalla mit einem herrlichen Rot-Ton (Los 534) und ein wunderbarer Aureus des Macrinus (Los 540) erwähnt werden.

Los 543: Aureus des Severus Alexander, 226, AV 5,86 g.

Los 543: Aureus des Severus Alexander, 226, AV 5,86 g.

Nicht zuletzt gibt es noch eine Münze im Katalog, die besondere Anerkennung verdient: ein besonders seltener Aureus des Severus Alexander mit dem Nymphäum Alexandri auf der Rückseite (Los 543). Hier sieht man vielleicht noch die einzig überlebende Darstellung des damaligen Denkmals, von dem sich heute nur noch die Überreste des Turms in Rom bewundern lassen. Anne Gyrite Schütt hat sie in Form einer wunderschönen Zeichnung auf das Deckblatt des Katalogs gebracht.

Der zweite Teil des dritten Jahrhunderts öffnet mit einem wunderschönen Quinar des Postumus (Los 554), einem Aureus Aurelians (Los 555) und einem Aureus des Postumus mit einem prachtvollen Porträt (Los 559).

Los 570: Aureus des Constantius Chlorus. Antiochia etwa 293, AV 5,31 g.

Los 570: Aureus des Constantius Chlorus. Antiochia etwa 293, AV 5,31 g.

Die Tetrarchen sind mit einem faszinierenden Aureus des Maximianus (Los 568) und einem wunderschönen Aureus des Constantius Chlorus (Los 570) vertreten.

Der Anfang des vierten Jahrhunderts beeindruckt mit einem spektakulären Aureus des Maxentius (Los 575) und einem außergewöhnlich gut erhaltenen Aureus mit einem Porträt des Licinius II. (Los 577). Es geht weiter mit einer wunderschönen Serie Konstantins I. mit bemerkenswerten Aurei, Solidi und einer überaus seltenen 9 Siliquae (Los 583). Zu guter Letzt sei noch auf den erstaunlich gut erhaltenen Solidus des Crispus (Los 585) hingewiesen, der mit vier anschließenden Losen den Abschluss von Auktion 102 bildet. 

Die Auktionskataloge sind auf der Homepage von Numismatica Ars Classica erhältlich und Sie finden die Auktionen auch auf Sixbid, Auktion 101 hier und Auktion 102 hier.

Die gedruckten Kataloge werden Mitte September an bestehende Kunden geschickt und können über das NAC-Büro in Zürich bestellt werden. Alle Münzen sind in der Londoner Niederlassung (+ 44 207 839 7270) bis zum 12. Oktober und in Zürich ab dem 20. Oktober (+ 44 41 261 1703) ausgestellt. Bitte kontaktieren Sie das jeweilige Büro, um einen Termin zu vereinbaren.

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Danke, hab' ich schon...