Die Schönsten: Münzen der französischen Nationalbibliothek. Ausgewählt von Frédérique Duyrat

20 Statere, Eukratides I., Baktrien, ca. 170-145 v. Chr., Gold, 169,20 g, 58 mm, BnF, MMA, E 3605.
Einzelne Münzen tragen nur selten einen Namen. Dieses Stück ist ein Unikum, die schwerste Goldmünze der Antike. Sie wurde in der Nähe von Buxoro (Usbekistan) von Bauern gefunden, die sich gegenseitig umbrachten, um die Münze für sich selbst haben zu können. Der letzte Überlebende ging nach London, um sie zu verkaufen – die Münze in einem Beutel unter der Achsel versteckt. In London kassierte er allerdings einen Tadel, da man davon ausging, dass er versuchte, eine Fälschung zu verkaufen. Im Jahre 1867 erwarb Kaiser Napoleon III. die Prägung für das französische Münzkabinett. Der Leiter des Münzkabinetts nannte sie ein „numismatisches Monster“.
[bsa_pro_ad_space id=4]

Das Münzkabinett der französischen Nationalbibliothek verwahrt die ehemalige Sammlung der französischen Könige, die nach der Revolution erweitert wurde und heute 450.000 Münzen und Tokens (davon 55 % online), 150.000 Medaillen und 42.000 Objekte wie gravierte Edelsteine, griechische Vasen und antike und moderne Bronzeskulpturen umfasst.

Frédérique Duyrat, Julien Olivier, Dominique Hollard, Vincent Drost, Jean-Yves Kind und Jérôme Jambu haben ihre Lieblingsstücke nach Schönheit oder historischer Bedeutung ausgewählt.

Die Zeichnung Degas’ von der griechischen Münze, die in der Auswahl vorgestellt wird, kann in der digitalen Datenbank Gallica der französischen Nationalbibliothek eingesehen werden.

Dort können Sie sich auch die Münze aus Naxos ansehen, die in derselben Zeichnung dargestellt wird.

Hier erfahren Sie mehr über die Zeichnungen griechischer Münzen von Degas.

Und mehr Informationen finden Sie natürlich auch auf der Website des Münzkabinetts.