Kulturgüterdebatte, die indische Version

21. Juli 2011 – Der Sri Padmanabaswamy Tempel stammt aus dem 16. Jahrhundert und wird von einem Trust verwaltet, den die Nachfahren der königlichen Familie von Travancore immer noch kontrollieren. Immerhin war es ihr Geschlecht, das auf dem Höhepunkt seiner Macht dem Tempel reiche Gaben übergab. Die Schätze sollten dazu verwendet werden, den Tempelbetrieb aufrecht zu erhalten und die Armen zu versorgen. Tatsächlich scheinen schon in früheren Jahrhunderten die Mönche diese Gaben lieber gehortet zu haben. Jedenfalls sollen manche Schatzkammern seit rund 150 Jahren nicht mehr geöffnet worden sein.

Niemand wußte mehr so genau, was dort unten verborgen lag, als ein heimischer Aktivist namens T. P. Sundararajan die Verwalter des Tempels der Mißwirtschaft anklagte. Darauf reagierte die Regierung mit der gerichtlichen Anordnung, die Schatzkammern zu öffnen und die im Tempel verborgenen Schätze sicherzustellen. Niemand konnte sich zu diesem Zeitpunkt vorstellen, daß dabei Goldmünzen, Diamanten und Goldstatuen im Wert von etwa 22 Milliarden Dollar gefunden werden würden.

Indiens oberster Gerichtshof muß nun klären, was mit dem Schatz geschehen soll, auch wenn der Pressesprecher des Ministerpräsidenten von Kerala bekannt gab, daß der Bundesstaat keinen Anspruch auf den unerwarteten Reichtum erheben würde: „Der Schatz wurde dem Tempel von Schülern und Gläubigen übereignet; es ist Eigentums des Tempels“, so sagt er. „Es hat nichts mit dem Staat zu tun.“

Wenn Sie den vollständigen Bericht lesen wollen, klicken Sie hier.

Der Tempel selbst hat einige wenige Bilder von Objekten des Schatzes auf seiner Website ins Netz gestellt. Klicken Sie hier.

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