Gerhard Hirsch Nachf., D-München

14. Februar 2019

Auktion 347: Münzen und Medaillen

Neuzeitliche Gepräge bei Hirsch

Am 14. Februar 2019 offeriert das Münchner Auktionshaus Gerhard Hirsch Nachf. in Auktion 347 Münzen und Medaillen der Neuzeit mit knapp 1200 Losnummern. Die Auktion beginnt mit einer interessanten Serie von Münzen des Mittelalters, an deren Anfang die Merowinger mit einem äußerst seltenen Denier des Karl Martell stehen (Taxe EUR 3.000,-). 

Los 4054: Kurfürstentum Baden. Karl Friedrich. 1803-1806. Rheingold-Medaille 1803. Taxe: 8.750 Euro.

Los 4054: Kurfürstentum Baden. Karl Friedrich. 1803-1806. Rheingold-Medaille 1803. Taxe: 8.750 Euro.

Es folgen die Gepräge der Deutschen und Habsburgischen Lande mit vielen Raritäten, darunter z.B. ein Dukat 1786 des Karl Friedrich von Baden-Durlach auf die Geburt seines Enkels mit einer Taxe von EUR 3.250,-. Aus Rheingold wurde eine äußerst seltene Medaille 1803 des Karl Friedrich von Baden auf seine Huldigung in Mannheim geprägt, diese soll EUR 8.750,- erzielen. Nach einer Serie von Medaillen aus dem Kurfürstentum Bayern gelangt eine Goldmedaille aus der herzoglichen Nebenlinie zur Auktion. Die Goldmedaille zu 15 Dukaten wurde von Herzog Maximilian, dem Vater der Kaiserin Elisabeth („Sisi“), für Verdienste um die Kulturwissenschaft verliehen (Taxe EUR 3.000,-). Den Markgraf Karl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach bei der Falkenjagd zeigt der sog. Falkentaler, dieser gelangt mit einer Taxe von EUR 1.500,- zum Ausruf. Um das zweite bekannte Exemplar handelt es sich bei einem Goldabschlag im Dukatengewicht des 1 Heller 1820 der Freien Reichsstadt Frankfurt (Taxe EUR 3.000,-). Unter einer Partie von Prägungen des Hochstifts Freising ist ein Dukat 1765 des Clemens Wenzeslaus Königlicher Prinz von Polen und Sachsen zu erwähnen, dieser ist mit EUR 3.000,- geschätzt. Die Gepräge der Habsburgischen Kron- und Erblande beginnen mit einem Kaiserguldiner des Maximilian I. auf die Kaiserkrönung in Trient mit einer Taxe von EUR 7.500,-. In Prag entstand Anfang des 17. Jh. eine sog. Judenmedaille mit den Büsten des Staufers Heinrich VI. und seiner Gemahlin Constantia (Taxe EUR 2.500,-). Besonders attraktiv ist eine Goldene Salvatormedaille zu 6 Dukaten mit der Stadtansicht von Wien und einer Taxe von EUR 5.000,-. Aus der Hansestadt Hamburg gelangt eine Ehrenmedaille zu 10 Dukaten 1855 der Freunde des vaterländischen Schulwesens unter den Hammer, das Unikum ist mit EUR 7.000,- geschätzt. 

Los 4400: Stadt Köln. Dukat 1742. Taxe: 8.000 Euro.

Los 4400: Stadt Köln. Dukat 1742. Taxe: 8.000 Euro.

Unter den angebotenen Orden und Ehrenzeichen der Auktion ist ein Hausorden vom Goldenen Löwen (gestiftet 1770) aus der Landgrafschaft Hessen-Kassel hervorzuheben (Taxe EUR 3.000,-). Fast stempelglänzend ist eine Dukat 1742 aus Köln mit der Büste des Kaisers Karl VII. erhalten, dieser gelangt mit einer Taxe von EUR 8.000,- unter den Hammer.

Los 4568: Herzogtum Württemberg-Weiltingen. Julius Friedrich. 1617-1635. Klippe 1623 des Hirschguldens. Taxe: 3.500 Euro.

Los 4568: Herzogtum Württemberg-Weiltingen. Julius Friedrich. 1617-1635. Klippe 1623 des Hirschguldens. Taxe: 3.500 Euro.

Aus dem Herzogtum Württemberg-Weiltingen stammt eine Klippe 1623 des Hirschguldens zu 60 Kreuzer, die unter Julius Friedrich geprägt wurde – das Unikum mit hervorragender Provenienz soll EUR 3.500,- erzielen.
Es folgen die Neueren Deutschen Prägungen, unter denen viele Kleinmünzen in fast stempelglänzender Qualität, aber auch seltene Taler angeboten werden. So z.B. ein Konventionstaler 1806 des Maximilian I. Joseph von Bayern – der erste bayerische Taler mit Königstitel (Taxe EUR 3.500,-). Sehr selten ist auch ein 1/2 Friedrichs d’or 1814 A des Friedrich Wilhelm III. von Preußen mit einer Taxe von EUR 4.500,-. Aus Württemberg stammen 10 Konventionskreuzer 1808 des Friedrich I. (Taxe EUR 500,-).
Im Anschluss gelangen die Deutschen Reichsmünzen ab 1871 zur Auktion, darunter aus Preußen 3 Mark 1915 A auf die 100jährige Zugehörigkeit der Grafschaft Mansfeld (Taxe EUR 400,-). Unter den Reichsgoldmünzen sind u.a. 20 Mark 1872 des Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin zu erwähnen, diese sind mit EUR 1.000,- geschätzt. Nach Serien von Münzen der Weimarer Republik, des Dritten Reiches, der BRD und der DDR folgen die Nebengebiete, darunter 25 Gulden 1923 der Freien Stadt Danzig mit dem Neptun-Brunnen und einer Taxe von EUR 4.500,-.

Los 4857: Volksrepublik China. 25 Yuan 1998. Taxe: 1.750 Euro.

Los 4857: Volksrepublik China. 25 Yuan 1998. Taxe: 1.750 Euro.

Nachfolgend die Gepräge des Auslandes, darunter sehr seltene 25 Yuan 1998 aus der Volksrepublik China mit Panda und einer Taxe von EUR 1.750,-. In Frankreich wurden unter Kaiser Napoléon III. 100 Francs 1855 A geprägt, diese sollen EUR 1.250,-. Aus Südkorea stammen 50000 Won 1987 auf die XXIV. Olympischen Sommerspiele zu Seoul (Taxe EUR 1.100,-). Besonders beliebt sind 2 Euro 2007 aus Monaco auf den 25. Todestag „Princesse Grace“ (Grace Kelly), diese werden gleich zweimal angeboten (Taxe EUR 1.000,-). Ein in Bromberg geprägter Talar 1631 des Zygmunt III. Waza von Polen wird mit EUR 500,- geschätzt. Nach einer Serie von russischen Rubeln gelangen auch wieder drei sowjetische Anfertigungen zaristischer Orden zur Auktion, darunter ein St. Anna-Orden (Taxe EUR 4.250,-).
Nach einer Partie von Medaillen des Münchner Medailleurs Karl Goetz folgt eine interessante Serie von Banknoten und Wertpapieren, danach kommen Münzschränke und Münzwaagen, Petschaften, Varia und Religiöse Objekte unter den Hammer, darunter einen Martin Luther-Bibel mit Holzschnitten in prächtigem Ganzledereinband (Taxe EUR 1.200,-). Nach Numismatischer Literatur bildet Primitivgeld aus Afrika den Abschluss der Auktion. 

Auf der Seite von Gerhard Hirsch Nachf. finden Sie den Onlinekatalog zu Auktion 347.

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