Auktion 173

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Von 6. bis 7. Mai 2015 veranstaltet das Münzzentrum Rheinland in Solingen seine Auktion 173. Das besondere Merkmal dieser Auktion ist die Auflösung mehrerer Spezialsammlungen, die alle einen stark geldgeschichtlichen Hintergrund haben.

Datum/Zeit
05.05.2015 - 06.05.2015
22:00

Veranstaltungsort
Testplatz Stuttgart

Kategorien


Auktion 173

Mehrere Spezialsammlungen im Angebot des Münzzentrums Rheinland

Das besondere Merkmal dieser Auktion ist die Auflösung mehrerer Spezialsammlungen, die alle einen stark geldgeschichtlichen Hintergrund haben und sich so zu einem aussagekräftigen Katalog zur Geldgeschichte vereinen.
Hinzu kommt die Auflösung der Bibliothek des Herrn J. Goldhofer, dem verstorbenen Veranstalter der früheren Rhein-Ruhr Börse Bochum und Moneta in Hamburg.
Der 1. Teil einer universalen Gegenstempelsammlung reicht von der Antike bis in neuzeitliche Gebiete. Der erweiterte Gegenstempelbegriff bezieht hier auch Überprägungen mit ein. So findet man bei Byzanz eine kuriose Überprägung von Heraclius von 634 auf einem Follis Konstantin des Großen, 310/311 in Lyon geprägt.

3810: Waagen und Gewichte. Berg. Johann Philipp Herbertz jun. (1736-1778). Große Münzwaage 1771. Holzkasten, komplett mit 18 ME-Gewichten. Unshelm 124, 12.2 var. Rufpreis: 700 Euro.

Die Sammlung Geldschöpfung des stellvertretenden Chefredakteurs einer großen Boulevardzeitung beginnt mit dem ersten (chinesischen) Papiergeld der Welt über Wechsel aus allerlei Ländern und führt zur deutschen Hochinflation. Ein niederländisches Werk persifliert in zahlreichen Kupferstichen die Auswirkungen der Papiergeldemmission des Jean Law 1720 in Frankreich.
Eine Sammlung von 40 Münzwaagen steht mehr für den seriösen Teil der Geldgeschichte. Sie wird begleitet durch eine umfangreiche Sammlung Waagenmotive auf Münzen, Medaillen und Rechenpfennigen, wo die Waage auch als Symbol steht etwa für Gerechtigkeit (Justitia) und Ausgleich.
Wo die Waage ist, sind Moneta, Aequitas und Nemesis nicht weit, wie zahlreiche antike Münzen zeigen. Die Waagen ziehen sich so durch alle Gebiete, wo sie jeweils eingereiht sind.

5174: Deutschland. Medaille 1809 (v. Reich) a. d. Frieden von Schönbrunn am 14. Oktober. vz-St. Rufpreis: 100 Euro.

Der römische Gott Merkur (griech. Hermes) steht für materiellen Erfolg, d.h. Reichtumserwerb auch für Räuber, ihm ist eine weitere thematische Reihe gewidmet, z.B. Münzen und Medaillen für gewerblichen Erfolg und Reichtumserwerb schlechthin. Auch einige Vollplastiken sind dabei.
Das Geldschöpfung etwas mit Münzenherstellung zu tun hat, veranschaulicht eine außerordentliche Proben-Sammlung von 68 Stück der kaiserzeitlichen 25 Pfennig-Münzen, die teilweise Künstlern des aufwendigen Gestaltungswettbewerbes 1908 zugeordnet werden konnten.
Dass außergewöhnliche Sammlungen auch entsprechende Sammler voraussetzen, ist im Katalog vermerkt.
Eine selten aufgelöste Sammlung Nepal von der Malla Dynastie bis zur Shah Dynastie 2. Hälfte 20. Jh. mit immerhin 120 Losen befindet sich in Nähe einer Gandhara Objektsammlung, die ein Landesrichter aus NRW zusammengetragen hat.
Eine weitere Sammlung Gebrauchskeramik von Siegburg und Raeren vom 15.-20. Jh. führt zurück in rheinische Gefilde.

18: Ubier. Gold-Stater „Regenbogenschüsselchen“ Typ Mardorf (um 70/60 v.Chr.). Heinrichs 272-281, 318f. Eck, Köln, 50, 18. vz. Rufpreis: 2.000 Euro.

Erfreuliches bietet auch das Angebot antiker Münzen. Münzen der West- und Ostkelten in Elektron, Silber, Potin und Bronze, etwa zwei besonders attraktive „Regenbogenschüsselchen“ der Ubier, unter den griechischen Silber- und Bronzemünzen, von Italien über Griechenland, Kleinasien und Syrien bis nach Baktrien und Ägypten fallen besonders eine schöne Seleukidenreihe auf und eine feine Sammlung teils sehr seltener Münzprägungen der Juden, z.B. zwei feine Schekel aus dem ersten und dem dritten Jahr des Ersten Aufstandes gegen Rom.
Die Griechen der römischen Kaiserzeit enthalten einige sehr seltene und besonders gut erhaltene Stücke. So ist etwa das Heiligtum des Apollon Aktaios von Parium zu bestaunen (Los 235).

298: Caligula (37-41). Sesterz (37/38) RIC 37 (R), BMC 38, C. 24. vz. Rufpreis: 2.500 Euro.

Die Münzen der Römischen Kaiserzeit, in gewohnter Reichhaltigkeit, in Silber und Bronze und einige Gold weisen etliche Rarissima auf, z.B. einen As – gekoppelt aus Tiberius –Vs. mit augusteischer Münzmeister-Rs. (Los 294), einem prächtigen Caligula-Sesterz (Los 298) und spätrömische Billon- und Bronzemünzen in feinen Erhaltungen, z.B. 15 (!) Maiorinen des Vetranio.
Die beliebten reichhaltig angebotenen Lots aus allen Bereichen runden das Angebot der antiken Münzen ab.

Zur Internetseite des Münzzentrums Rheinland gelangen Sie hier.