„Goethe. Auf. Geld“ im Museum der Deutschen Bundesbank

20. September 2012 – Die Deutsche Bundesbank zeigt anlässlich der Frankfurter Goethe Festwoche in ihrem Geldmuseum vom 16. September bis 9. Dezember 2012 die Ausstellung „Goethe. Auf. Geld.“. Thema der Sonderausstellung ist die geldgestalterische Auseinandersetzung mit dem in Frankfurt geborenen Dichter Johann Wolfgang von Goethe seit dem 19. Jahrhundert.

BRD, 5 DM-Gedenkmünze 1982.

BRD, 5 DM-Gedenkmünze 1982.

Die Exponate reichen von der ersten Goethe-Gedenkmünze, die im Jahr 1849 zum 100. Geburtstag Goethes von der Stadt Frankfurt geprägt wurde, über Notgeldscheine der 1920er Jahre bis hin zu kaum bekannten Entwürfen für DM-Scheine mit Goethe-Motiven.

Entwurf der Vorderseite einer Banknote zu 100 DM aus dem Jahr 1949 von Hermann Virl.

Entwurf der Vorderseite einer Banknote zu 100 DM aus dem Jahr 1949 von Hermann Virl.

Drei Themen stehen im Mittelpunkt der Sonderausstellung: Zum einen geht es um Goethe als nationale Integrations- und Identifikationsfigur, dem anlässlich der runden Jubiläen seines Geburts- und Sterbetages regelmäßig Gedenkmünzen gewidmet wurden.

20 Mark DDR 1964.

20 Mark DDR 1964.

In den Zeiten der deutschen Teilung reklamierte dabei jeder deutsche Teilstaat ‚seinen‘ Goethe für sich.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Goethe-Motive im deutschen Notgeld der 1920er Jahre. Die Ausstellung geht der Frage nach, wozu Notgeld diente, wer es emittierte und welche Rolle die Bezüge zu Goethe und seinen Werken auf diesen Geldscheinen spielten.

Weimar 75 Pfenning Rückseite.

Weimar 75 Pfenning Rückseite.

Der dritte Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit den Notgeldscheinen, welche mit der Geldschöpfungsszene in Goethes Drama Faust II bedruckt sind. Damit griff die Stadt Weimar als Emittentin die für den Wert solchen Geldes zentrale Frage der Glaubwürdigkeit des Geldwertversprechens selbst auf.

Gestützt auf die reichhaltigen Bestände der numismatischen Sammlung der Bundesbank bietet die Ausstellung „Goethe. Auf. Geld.“ den Besuchern einen faszinierenden Einblick in die geldgestalterische Auseinandersetzung mit dem großen Genie der deutschen Kultur- und Geistesgeschichte.

Zu „Goethe. Auf. Geld.“ ist ein reichhaltig illustrierter Begleitband erschienen, der die Themen der Ausstellung vertieft und ergänzt.

Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank ist sonntags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs bis 21 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen erhalten Interessierte online.

Die gesamte Goethe-Festwoche steht unter dem Titel „Goethe und das Geld“. Das Programm können Sie hier herunterladen.

Das Projekt faust-4you.de hat auch die „Papiergeldszene“ aus Faust II inszeniert und auf YouTube gestellt.

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