Schätze aus der D-Mark-Zeit Teil 3: Die Ausgaben der Deutschen Bundesbank 1950–2001 Teil 3 (2 bis 5 DM)

Weitere BRD-Schätze im Umlaufgeld. © Angela Graff.
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Ab 1951 gab es Münzen zu 2 DM

Die ersten 2-Mark-Münzen der Bundesrepublik Deutschland bestanden aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und werden daher nicht von einem Magneten angezogen. Auf der Vorderseite waren Weinlaub, Ähren und Weintrauben zu sehen, die Rückseite war mit dem 1-Deutsche-Mark-Stück vergleichbar. Doch die Ähnlichkeit war zu groß, und sie wurden leicht verwechselt. Daher wurde beschlossen, diese Variante nur im Jahre 1951 zu prägen. Die Stücke wurden bereits 1958 ungültig und konnten bis September 1958 eingelöst werden. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass diese Stücke heute nicht mehr in Euro eingetauscht werden können. Trotzdem ist ihr Wert in Sammlerkreisen immer weiter gestiegen und sie wurden zu kleinen Raritäten. Überhaupt waren für den Umlauf bis 2001 viele verschiedene 2-Deutsche-Mark-Münzen hergestellt worden, die meist das Konterfeit von Politikern und Bundespräsidenten zeigten. Von 1957 bis 1971 gab es eine 2-Deutsche-Mark-Münze mit dem Portrait von Max Planck, die im August 1973 außer Kurs gesetzt wurde. Diese Münze ist unbeschränkt in Euro eintauschbar. Obwohl die Münze über Jahre hinweg geprägt wurde und im Umlauf anzutreffen war, sehen Sammler das Stück eher als Gedenkmünze an, da die Münze zum 100. Geburtstag von Max Planck ausgegeben wurde. Sie soll deshalb hier nur kurz erwähnt werden. Besonders die Münze von 1959 ist sehr selten und kann bei guter Erhaltung bis zu 400 Euro wert sein. Alle anderen Jahrgänge liegen zwischen 4 und 70 Euro. Doch nun zurück zum ersten 2-Deutsche-Mark-Stück.

2 Deutsche Mark 1951. © Angela Graff.

2 Deutsche Mark (Weinlaub 1951–1958)

Obwohl mehr als 75 Millionen Stück dieser Münzen in den vier Prägeanstalten hergestellt wurden, wurden fast alle Stücke noch bevor sie ungültig wurden im Jahre 1958 eingetauscht. Aber vielleicht findet sich bei Ihnen noch eine dieser begehrten Münzen, vielleicht in der uralten Handtasche von Oma? Der Sammler würde sich freuen, denn solche Stücke sind heute kaum zu bekommen. Gerade die Münzen aus der Prägestätte G sind sehr gesucht und können bis zu 220 Euro einbringen. Ansonsten werden die Stücke zwischen 20 und 130 Euro gehandelt.

Besonderheiten:

Diese Münze besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und wird nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Im Umlauf wurden auch Stücke mit der Jahreszahl 1950 gefunden. Dabei handelt es sich um Proben aus den Prägestätten D, F und J. Solche Probemünzen sind begehrt und können bis zu 20.000 Euro wert sein.

5 Deutsche Mark (625er Silber). © Angela Graff.

5 Deutsche Mark (1951–1974), 625er Silber

Blickt man zurück, dann waren die Menschen mit der Ausgabe des 5-Mark-Stücks in Silber gar nicht so glücklich, denn zunächst wollte niemand diese Münze haben. Erst später entwickelte sich eine Liebe zum „Fünfer“ aus Silber, der liebevoll als „Heiermann“ oder „Heiermännchen“ bezeichnet wurde.

Die wertvollste der 5-Deutsche-Mark-Silbermünzen kommt aus der Prägestätte J und stammt aus dem Jahre 1958. Für ein „echtes Stück“ – es liegen leider auch Fälschungen vor – sind bis zu 5.000 Euro möglich. Finden Sie solch ein Stück, dann legen Sie die Münze lieber gleich einem Fachmann (Gutachter) vor. Er wird Sie beraten. Doch auch die anderen Stücke haben im Preis ganz schön zugelegt. Da die Münzen aus 625er Silber bestehen, spielt zur Wertbestimmung immer der aktuelle Silberpreis eine Rolle. Es werden die Jahrgänge 1956, 1957, 1958, 1959 sowie 1960 bis 1964 besonders gesucht. Die Preise liegen hier je nach Erhaltung zwischen 50 und 800 Euro. Alle weiteren Jahrgänge bis 1974 liegen zwischen 10 und 70 Euro.

Besonderheiten:

Die Silberstücke zu 5 Deutscher Mark sind aus einer 625er Silberlegierung und werden nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet: „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Obwohl sie im August 1975 außer Kurs gesetzt wurden, werden diese Münzen noch ohne zeitliche Beschränkung in Euro eingelöst. Achten Sie auf die Randschrift, da es zu einigen Verwechselung der Rändeleisen gekommen ist und dort ein anderer Text stehen könnte. Solche Münzen sind besonders begehrt und potenzielle Käufer zahlen dafür gern vierstellige Beträge.

2 Deutsche Mark K. Adenauer. © Angela Graff.

2 Deutsche Mark (Konrad Adenauer, gepr. 1969–1987)

Zwischen 1969 und 1987 wurden 2-Deutsche-Mark-Münzen mit dem Portrait des 1. Deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer geprägt. Sie waren recht häufig im Umlauf zu finden. Trotzdem gibt es Spezialitäten, auf die Sie achten sollten. Das ist zum Beispiel beim Jahrgang 1984 der Fall, denn davon gibt es nur 2 Millionen Stück! Demnach werden entsprechende Münzen heute mit bis zu 25 Euro gehandelt. Alle anderen Münzen liegen je nach Erhaltung zwischen 4 und 8 Euro.

Besonderheiten:

Die Münze besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und wird nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Stücke ohne Randschrift kommen vor, achten Sie besonders darauf. Finden Sie solch ein Stück, winken Liebhaberpreise. Auch ungeprägte Ronden wurden gefunden, die ebenfalls zum Liebhaberpreis gehandelt werden. Es lohnt sich hier nach Stempelrissen, Stempelbrüchen und Stempeldrehungen zu suchen.

2 Deutsche Mark Theodor Heuss. © Angela Graff.

2 Deutsche Mark (Theodor Heuss, gepr. 1970–1987)

Auch bei dieser Ausgabe stammen die seltenen Münzen aus dem Jahre 1984. Pro Stück können hier bis zu 18 Euro erzielt werden. Alle anderen Münzen liegen je nach Erhaltung zwischen 4 und 6 Euro.

Besonderheiten:

Die Münze besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und wird nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Es wurden Stücke ohne Randschrift gefunden.

2 Deutsche Mark Kurt Schumacher. © Angela Graff.

2 Deutsche Mark (Kurt Schumacher, gepr. 1979–1993)

Auch hier ist der Jahrgang 1984 selten anzutreffen und somit sind die entsprechenden Stücke bis zu 20 Euro wert. Beim ebenfalls seltenen Jahrgang 1993 bieten Sammler für eine Münze bis zu 10 Euro. Alle anderen Münzen liegen je nach Erhaltung zwischen 3 und 5 Euro.

Besonderheiten:

Die Münze besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und wird nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Fehlprägungen sind sehr selten anzutreffen.

2 Deutsche Mark Ludwig Erhard. © Angela Graff.

2 Deutsche Mark (Ludwig Erhard, gepr. 1988–2001)

Stücke der Prägestätten D, G und J aus dem Jahre 1993 sind gesucht und können bis zu 25 Euro wert sein. Die Stücke des Jahrgangs 1995 (D, F, J) werden meist nicht unter 50 Euro gehandelt. Auch der Jahrgang 1996 ist recht selten, hier werden bis zu 8 Euro pro Münze geboten. Alle anderen Stücke liegen meist zwischen 2 und 4 Euro.

Besonderheiten:

Die Münze besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und wird nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Es wurden bisher kaum Besonderheiten bekannt. Interessant ist, dass in Vorausschau der Euroeinführung ab 1996 weniger Münzen hergestellt wurden.

2 Deutsche Mark Franz Josef Strauß. © Angela Graff.

2 Deutsche Mark (Franz Josef Strauß, gepr. 1990–2001)

Der Spitzenreiter ist hier der Jahrgang 1995, denn Münzen aus den Prägestätten D, F, J können bis zu 50 Euro wert sein. Es lohnt sich wirklich, danach zu suchen. Der Jahrgang 1993 ist preislich ebenfalls akzeptabel, da für die Prägebuchstaben A, D, F und J je 10 Euro erzielt werden können. Der Prägebuchstabe G kann sogar bis zu 30 Euro einbringen. Interessant sind ebenfalls Münzen aus dem Jahr 1996. Für alle Prägestätten werden oft bis zu 8 Euro pro Stück geboten.

Besonderheiten:

Die Münze besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und wird nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Es wurden bisher kaum Besonderheiten bekannt. In Vorausschau der Euroeinführung ab 1996 wurden weniger Münzen hergestellt.

2 Deutsche Mark Willy Brandt. © Angela Graff.

2 Deutsche Mark (Willy Brandt, gepr. 1994–2001)

Das letzte 2-Deutsche-Mark-Stück der Bundesrepublik Deutschland war Willy Brandt gewidmet und wurde nur acht Jahre lang geprägt. Finden Sie Stücke aus dem Jahre 1995, dann könnten diese bis zu 50 Euro wert sein. Entscheidend ist wie immer die Erhaltung der Münzen. Der Jahrgang 1996 liegt bei allen Prägestätten bei 6 Euro. Alle anderen Jahrgänge liegen immerhin zwischen 3 und 4 Euro.

Besonderheiten:

Die Münze besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und wird nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Es wurden bisher kaum Besonderheiten bekannt. In Vorausschau der Euroeinführung wurden bereits ab 1996 weniger Münzen hergestellt.

5 Deutsche Mark. © Angela Graff.

5 Deutsche Mark (1975–2001)

Das bekannte 5-Mark-Stück gab es über viele Jahre hinweg. Es löste das bis 1974 geprägte Silberstück zu 5 Deutscher Mark ab. Der Silberpreis war damals zu sehr gestiegen. Die neue Münze bestand aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und die Produktion war somit unabhängig vom Silberpreis. Die Münzen der ersten Jahrgänge (1975–1984) liegen heute bei guter Erhaltung zwischen 5 und 7 Euro. Für Münzen der Jahrgänge 1985 und 1986 werden schon Preise zwischen 12 und 25 Euro geboten. Stücke des Jahrgangs 1995 können bis zu 40 Euro wert sein. Münzen von 1996 liegen bei 8 Euro und werden ebenfalls gesucht. Alle weiteren Jahrgänge sind immerhin zwischen 3 und 5 Euro wert. Achten Sie dabei immer auf eine gute Erhaltung.

Besonderheiten:

Die Münze besteht aus einer Kupfer-Nickel-Legierung und wird nicht vom Magneten angezogen. Die Randschrift lautet „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“. Es wurden bisher kaum Besonderheiten bekannt, allerdings kamen einige Motivproben in den Umlauf.

Damit sind alle derzeit raren Vertreter der Umlaufmünzen aus der guten alten D-Mark-Zeit aufgeführt. Ich wünsche Ihnen nun viel Sammlerglück und viel Geschick beim Suchen und Bestimmen Ihrer aufgespürten Schätze.

 

Hier kommen Sie zum ersten und zum zweiten Teil dieses Beitrags.