Bendall, Simon

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Der wohl weithin bekannteste Kenner der byzantinischen Münzprägung

Simon Bendall (* 1937) besuchte zwischen 1945 und 1956 die Junior und Senior Departments des Cheltenham College. Sein erster Fund einer römischen Münze im Jahr 1953 ließ ihn zum Sammler werden, der seine Freizeit und Ferien in den folgenden 17 Jahren auf Ausgrabungen vor allem römischer Fundstätten verbrachte. 

Zwischen 1956 und 1958 leistete er seinen Militärdienst in Deutschland ab, das letzte Jahr davon in Dortmund. Von 1959 bis 1965 arbeitete er für H. J. Heinz in London, bevor er als Assistent von George Muller in die Abteilung für antike Münzen von Spink & Son wechselte. Zwischen 1962 und 1965 studierte er daneben Archäologie an der Universität von London, wo er seinen Diplomabschluss machte und später zum Fellow der Society of Antiquaries gewählt wurde. 

1967 wurde er Experte für antike Münzen bei A. H. Baldwin, wo er 20 Jahre lang arbeitete. 1987 wechselte er für zwei Jahre zu Numismatic Fine Arts in Los Angeles. 1998 verfasste er den Katalog zur ersten Versteigerung der byzantinischen Goldmünzen aus der Nelson Bunker Hunt Collection für Sotheby’s, New York.
Nach seiner Rückkehr nach London war er zwischen 2000 und 2006 selbständig, bevor er zu Spink zurückkehrte, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 beschäftigt war. Zwischen 2000 und 2006 und seit 2010 ist er als Berater für spätbyzantinische Münzen für Museen, Auktionshäuser und Privatsammler tätig. Er nahm regelmäßig an internationalen Konferenzen zu verschiedenen Themen der Numismatik teil.

Im Laufe der Jahre hat Simon Bendall eine Reihe von Büchern über byzantinische Münzen und Gewichte sowie mehr als 200 Artikel geschrieben, in denen er sich nicht nur mit antiken Münzen, sondern auch mit Militärgeschichte und Schmuck befasst. Seine Beiträge wurden in vielen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht, wie beispielsweise „Palaeologan gold coins from the mint of Thessalonica“ (Schweizer Münzblätter 125, 1982), „The coinage of Constantine XI“ (Revue Numismatique 6e sér. 33, 1991), „The Byzantine coinage of the mint of Jerusalem“ (Revue Numismatique 159, 2003) sowie (zusammen mit Cécile Morrisson) „Un trésor de ducats d’imitation au nom d’Andréa Dandolo (1343-1354)“ (Revue Numismatiqe 6e sér. 21, 1979), um nur einige zu nennen.
Er ist einer der Autoren in David Sears beliebtem Sammlerhandbuch zu byzantinischen Münzen, das von Spink herausgegeben wurde.
Mit seiner Monographie „An introduction to the coinage of the Empire of Trebizond“ hat Simon Bendall 2015 das erste größere Werk zu diesem Thema seit mehr als einem Jahrhundert vorgelegt. Eine weiteres Standardwerk ist „The later Palaelogan coinage: 1282-1453“, das er zusammen mit P. J. Donald 1979 verfasste. 

Viele von Simon Bendalls Beiträgen gibt es zum Download in der Online-Bibliothek Digital Library Numis.

Und mehr über sein Werk zur Münzprägung von Trapezunt finden Sie auf der Webseite von Spink Books.