Heidemann, Stefan

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Islamwissenschaftler und Historiker

Stefan Heidemann (*1961) ist Historiker und Professor für Islamwissenschaft am Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. das Kalifat der Abbasiden, die Ayyubiden- und Mamlukenzeit im östlichen Mittelmeerraum sowie die Münzprägung und Wirtschaftsgeschichte der gesamten islamischen Welt.

Von 1982 bis 1991 studierte Stefan Heidemann Wirtschaftswissenschaft, Islamwissenschaft und Neuere Geschichte in Regensburg, Berlin, Damaskus und Kairo. Im Jahr 1993 wurde er an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über das Aleppiner Kalifat promoviert. 2001 habilitierte er sich an der Universität Jena mit der Arbeit „Die Renaissance der Städte in Nordsyrien und Nordmesopotamien”. In verschiedenen Funktionen, u.a. seit 2004 als Hochschuldozent, arbeitete Stefan Heidemann von 1994 bis 2010 an der Universität Jena. Zu seinen bleibenden Verdiensten zählt die Reaktivierung des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Orientalischen Münzkabinetts der Universität Jena. Es ist heute ein in KENOM vernetztes modernes Forschungsinstrument.

Daraufhin zog er in die Vereinigten Staaten, wo er eine Professur für Islamische Geschichte und Materielle Kultur am Bard Graduate Center in New York innehatte und gleichzeitig als Associate Curator of Islamic Art am Metropolitan Museum of Art arbeitete.

2011 folgte er einem Ruf an die Universität Hamburg auf den Lehrstuhl für Islamwissenschaft. Als Mitinitiator der Webinar Initiative „Islamic Material Culture“ bietet er einer internationalen Studentenschaft Lehrveranstaltungen in Islamischer Numismatik an. Seit 2014 leitet er das ERC Advanced Grant Projekt „The Early Islamic Empire at Work- The View from the Regions Toward the Center“.

Archäologische Feldforschung führte Stefan Heidemann wiederholt nach Syrien, u.a. in die Zitadelle von Aleppo, und nach Afghanistan.

Stefan Heidemanns Publikations- und Herausgebertätigkeit erstreckt sich über das gesamte Gebiet der Islamwissenschaft und islamischen Münzgeschichte. Seit 2012 ist er Herausgeber der halbjährlich erscheinenden Fachzeitschrift „Der Islam“ sowie der „Studies in History and Culture of the Middle East“. Er ist außerdem im Beirat einer Reihe islamwissenschaftlicher und numismatischer Zeitschriften, unter anderem der französischen „Revue Numismatique“.

Stefan Heidemann hat mehrere Auszeichnungen und Stipendien erhalten, u.a. ein Fellowship des Massachusetts Institute of Technology, der Princeton University sowie der Hebrew University in Jerusalem. Im Jahr 2016 wurde zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz gewählt.

Sie können Stefan Heidemann per E-Mail erreichen.

Mehr über das Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg Sie online.

Die MünzenWoche berichtete über die Anfänge des beliebten Webinars zur Islamischen Numismatik.

Eine Vielzahl der Publikationen Stefan Heidemanns können auf der Webseite der Universität Hamburg sowie bei academia.edu eingesehen und heruntergeladen werden.

Einen Einblick in die Arbeit Stefan Heidemanns im Metropolitan Museum of Art bietet dieser Blogeintrag.

Die Antrittsrede Stefan Heidemanns in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz können Sie sich hier anhören.

Sie können sich außerdem zwei Vorträge Stefan Heidemanns auf YouTube ansehen: „Images of Power: Currency of Fame and Currency of Daily Use“ am Bard Graduate Center in New York sowie eine Einführung in die Islamwissenschaft an der Universität Hamburg.