Neue Welterbestätten nominiert

5. Juli 2018 – Das UNESCO-Welterbekomitee hat am 4. Juli 2018 im bahrainischen Manama seine diesjährige Sitzung nach zehn Tagen beendet. Im Rahmen der Sitzung hat das Komitee 19 Stätten in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und eine Stätte erweitert.

Das Danewerk. Foto: Rainer Heidenreich. © Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein.

Das Danewerk. Foto: Rainer Heidenreich. © Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein.

Unter den neuen Stätten sind aus Deutschland der archäologische Grenzkomplex Haithabu und Danewerk sowie der Naumburger Dom. Aufgrund akuter Bedrohungen wurden die kenianischen Nationalparks am Turkanasee in die Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen. Das Naturreservat Barriereriff von Belize konnte nach erfolgreichen Schutzmaßnahmen aus der Gefahrenliste ausgetragen werden. Die nächste Sitzung des Welterbekomitees findet im Juni / Juli 2019 in Baku, Aserbaidschan statt.

Die neuen Welterbestätten

Durch die Aufnahme von 19 neuen Stätten gibt es jetzt insgesamt 1.092 UNESCO-Welterbestätten in 167 Ländern weltweit. Die neuen Welterbestätten sind:

  • Fanjingshan, China
  • Aasivissuit – Nipisat. Jagdgründe der Inuit zwischen Eis und Meer, Dänemark
  • Archäologischer Grenzkomplex Haithabu und Danewerk, Deutschland

Der Naumburger Dom. Foto: Guido Siebert. © Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut.

Der Naumburger Dom. Foto: Guido Siebert. © Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut.

  • Naumburger Dom, Deutschland
  • Chaîne des Puys – Tektonikarena der geologischen Limagne-Verwerfung, Frankreich
  • Viktorianisch-gotische und Art Déco-Ensembles in Mumbai, Indien
  • Archäologische Landschaft der Sassaniden in der Region Fars, Iran
  • Ivrea, Industriestadt des 20. Jahrhunderts, Italien
  • Verborgene christliche Stätten in der Region Nagasaki, Japan
  • Pimachiowin Aki, Kanada
  • Archäologische Stätte Thimlich Ohinga, Kenia
  • Nationalpark Chiribiquete – „Die Heimat des Jaguars“, Kolumbien
  • Tehuacán-Cuicatlán-Tal: Ursprünglicher Lebensraum Mittelamerikas, Mexiko
  • Antike Stadt Qalhat, Oman
  • Barberton Makhonjwa-Berge, Südafrika
  • Oase Al-Ahsa, Saudi-Arabien
  • Kalifat-Stadt Madinat az-Zahra, Spanien

Beopjusa-Tempel in Korea. Halle der Acht Bilder. Foto: CIBM. © CIBM.

Beopjusa-Tempel in Korea. Halle der Acht Bilder. Foto: CIBM. © CIBM.

  • Sansa, buddhistische Bergklöster in Korea, Südkorea
  • Göbekli Tepe, Türkei

Eine Welterbestätte wurde erweitert:

  • Bikin-Flusstal (ursprünglich Zentral-Sichote-Alin), Russland

Gefährdetes Welterbe:

  • Nationalparks am Turkanasee, Kenia: Aufgrund einer Bedrohung durch einen Staudammbau und Bewässerungsprojekte im Nachbarstaat Äthiopien schrieb das Welterbekomitee die Nationalparks am Turkanasee in die Liste des gefährdeten Welterbe ein.
  • Naturreservat Barriereriff von Belize: Das Barriereriff von Belize war seit 2009 als gefährdet eingestuft und konnte aufgrund erfolgreicher Schutzmaßnahmen aus der Liste des gefährdeten Erbes gestrichen werden.

54 Stätten sind damit aktuell auf der Liste des gefährdeten Welterbes verzeichnet.

Die UNESCO informiert auf ihrer deutschen Internetpräsenz ausführlich über das Welterbe in Deutschland und weltweit.

In diesem Video hören Sie die Glocken des Naumburger Doms läuten.

Das ist die Website von Haithabu.

Und in diesem Video sehen Sie die neue Welterbestätte Haithabu sow, wie man sie am besten überblickt: aus der Vogelperspektive.

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