Deutsche Polizei deckt Betrug mit Maple Leafs auf

In Köln hat die Polizei 19 unechte Maple Leafs und Bargeld sichergestellt. Foto: Polizei Köln.
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Monatelang haben Kölner Fahnder in einem Betrugsfall ermittelt. Am 2. Juni 2022 griffen sie dann zu und verhafteten drei Tatverdächtige (30, 31 und 51 Jahre alt) in Köln-Ossendorf. Ihnen wird vorgeworfen, seit Beginn des Jahres auf verschiedenen Onlineportalen gefälschte Goldmünzen angeboten zu haben. Für die vermeintlichen kanadischen Maple Leafs sollen sie rund 80.000 Euro kassiert haben.

Alle drei Verdächtigen stammen aus Solingen, der 31-jährige Hauptverdächtige, sei „wegen gleichgelagerter Betrugsdelikte bereits einschlägig in Erscheinung getreten“, wie die Staatsanwaltschaft formulierte. Während der 51-jährige mutmaßliche Mittäter wieder entlassen wurde, wurden die beiden anderen Männer einem Haftrichter vorgeführt.

Einer der drei Verdächtigen ist wegen ähnlicher Delikte einschlägig bekannt. Wie viele Personen geschädigt wurden, ist noch nicht klar. Foto: Polizei Köln.

Noch am selben Tag meldete sich ein Mann, der möglicherweise zu den Geschädigten gehört. Er soll sich bei zweien der Verdächtigen auf eine Onlineanzeige hin gemeldet und ihnen 15 gefälschte Goldmünzen für über 20.000 Euro abgekauft haben.

Da die Polizei vermutet, dass es noch weitere Geschädigte gibt, rät Kriminaloberkommissar Hochkeppel: „Wer in den vergangenen Monaten kanadische ,Maple Leaf‘ Goldmünzen gekauft hat, sollte umgehend die Echtheit überprüfen zu lassen und sich bei uns melden, sollten Fälschungsmerkmale erkennbar sein.“

Nähere Einzelheiten zu den gefälschten Münzen hat die Polizei bislang noch nicht bekanntgegeben.

 

Weitere Betroffene werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail bei den Ermittlern des Kriminalkommissariats 34 zu melden.

Was die echten Münzen ausmacht, lesen Sie in unserem Artikel Anlagemünzen Teil 2: Der Maple Leaf.

Der Maple Leaf gehörte 2021 zu den beliebtesten Anlagemünzen in Deutschland.

Der Handel mit gefälschten (Anlage-)Münzen hat im Internet ganz massiv zugenommen. Auch aus den USA wurde eine Betrugsmasche gemeldet.