Gerhard Hirsch Nachf., D-München

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Gerhard Hirsch Nachf. Auktion 335 mit Münzen der Antike

Die Auktion 355 Antiker Münzen der Firma Gerhard Hirsch Nachfolger findet am 12. Februar 2020 in München statt und umfasst über 1.000 Lose. Sie beginnt mit einer interessanten Partie von Geprägen der Kelten, darunter aus Britannien ein rundstabiger Goldring (ca. 1200-100 v. Chr.) mit einer Taxe von EUR 600,-.

Los 1551: Lukanien. Poseidonia. Drachme. 540-500 v. Chr. Taxe: € 6.250.

Im Anschluss gelangen die Griechischen Münzen unter den Hammer. Auf einer Drachme aus Poseidonia in Lukanien (540-500 v. Chr.) ist der eponyme Meeresgott mit Dreizack in Angriffsstellung dargestellt (Taxe EUR 6.250,-). Der für die Münzprägung von Kroton in Bruttium typische Dreifuss ist auf einem Stater (420-370 v. Chr.) dargestellt, dieser soll EUR 2.500,- erzielen.

Unter den Münzen aus Sizilien ist eine Tetradrachme (450-439 v. Chr.) aus Syrakus mit der Quellnymphe Arethusa zu erwähnen (Taxe EUR 2.250,-). Es folgen die Münzen des Königreichs Makedonien, darunter ein Gold-Stater des Halbbruders Alexanders des Großen, Philippos III. Arrhidaios mit einer Taxe von EUR 3.250,-. Im Anschluss gelangen über 15 Tetradrachmen aus Athen mit Taxen zwischen EUR 700,- bis EUR 2.500,- zum Ausruf. Auf der Insel Aigina vor Athen wurde im 4. Jh. v. Chr. ein Stater mit Landschildkröte geprägt, dieser ist mit EUR 2.000,- taxiert.

Aus Kyzikos in Mysien stammen drei frühe Elektronstatere (550-450 v. Chr.) mit Taxen zwischen EUR 3.250,- bis 5.500,-. In der Zeit des Satrapen Pharnabazos (380-375 v. Chr.) wurde in Tarsos in Kilikien ein Stater mit dem thronenden Baaltars geprägt (Taxe EUR 2.750,-). Ein weiterer Stater stammt aus der Zeit des Satrapen Balakros (333-323 v. Chr.), der ein Leibwächter Alexanders des Großen war. Dieser zeigt einen Löwen mit Stier vor den Mauern von Tarsos (Taxe EUR 3.250,-). Äußerst selten ist eine Imitation aus der Drangiana einer Drachme des Antiochos I. Soter (280-261 v. Chr.) mit einer Taxe von EUR 1.900,-. Eine Tetradrachme des Eukratides (171-135 n. Chr.) aus Baktrien ist mit EUR 2.750,- geschätzt.

Unter den Prägungen aus Afrika ist eine Dekadrachme des Ptolemaios II. für Arsinoe II. (285-246 v. Chr.) hervorzuheben, diese soll EUR 7.000,- erzielen. Ein Gold-Tetrobol (308-277 v. Chr.) aus Kyrene in der Kyrenaika zeigt die ausgestorbene Silphiumpflanze (Taxe EUR 4.000,-).

Los 1974: Bürgerkriege. Julius Caesar. Aureus. 46 v. Chr. Taxe : € 4.000.

Im Anschluss gelangen die Römischen Münzen unter den Hammer, an deren Anfang eine Serie von Prägungen der Römischen Republik steht. Besonders zu erwähnen ist eine Didrachme (225-212 v. Chr.) mit Dioskuren und Jupiter (Taxe EUR 1.000,-). Unter den Münzen der Bürgerkriegszeit ragt ein Aureus des Julius Caesar aus dem Jahr 46 v. Chr. mit weiblichem Kopf und Opfergeräten heraus, dieser ist mit EUR 4.000,- taxiert.

Es folgen die Münzen der Römischen Kaiserzeit, diese beginnen mit einem sehr seltenen Aureus des Augustus (27 v. Chr. – 14 n. Chr.), der seine Adoptivsöhne Gaius und Lucius Caesar zeigt (Taxe EUR 5.000,-). Das Titelstück der Auktion ist ein attraktiver Cistophor des Augustus mit Ährenbündel und einer Taxe von EUR 750,-. Den sog. Drususbogen an der Via Appia zeigt die Rückseite eines Sesterzes des Claudius (41-54 n. Chr.), dieser soll EUR 4.000,- erzielen.

Zur Auktion gelangen auch drei Aurei des Nero (54-68 n. Chr.) mit Taxen zwischen EUR 4.500,- bis 5.000,-). Sehr selten ist die Darstellung des Nero in jungen Jahren als Princeps Iuventutis, der ihn als Nachfolger des Claudius ausweist.

Los 2034: Römisches Kaiserreich. Nero 54-68 n. Chr. Sesterz. Taxe: € 4.000.

Um eine der berühmtesten Architekturdarstellungen auf antiken Münzen handelt es sich bei der Wiedergabe des Seehafens von Ostia auf einem Sesterz des Nero (Taxe EUR 4.000,-). Ein Aureus des Titus (79-81 n. Chr.) mit thronender Pax ist auf EUR 6.000,- geschätzt, ein Aureus des Trajan (98-117 n. Chr.) mit der Fassade des Trajansforums kommt mit einer Taxe von EUR 5.500,- unter den Hammer. Ein Aureus seines Nachfolgers Hadrian (117-138 n. Chr.) zeigt diesen mit Jupiter und soll EUR 8.500,- erzielen. Stempelglänzend ist einer von drei Aurei des Antoninus Pius (138-161 n. Chr.) mit thronender Roma erhalten, dieser ist auf EUR 12.000,- taxiert. Unter den Prägungen aus Bronze ist u.a. ein Sesterz des Antoninus Pius mit der opfernden Pietas (Taxe EUR 2.000,-) zu erwähnen. Interessant ist auch die Darstellung des opfernden Caracalla (198-217 n. Chr.) vor dem Tempel der Vesta auf einem Aureus, dieser kommt mit einer Taxe von EUR 24.000,- unter den Hammer. Ein Aureus des Gordianus III. (238-244 n. Chr.) mit stehender Virtus und hervorragender Provenienz ist mit EUR 3.500,- geschätzt.

Äußerst selten ist ein Antoninian der Cornelia Supera, die als Gattin des Aemilianus (253 n. Chr.) angesehen wird – bis auf die Münzen ist von ihr nichts überliefert (Taxe EUR 1.750,-). Perfekt zentriert ist ein Aureus des Diokletian (284-305 n. Chr.) mit seinem Beinamen Augustus Iovius, dieser ist mit EUR 11.000,- taxiert. Überaus interessant ist ein Billontetradrachmon des Achilleus, der 297-298 n. Chr. Usurpator in Alexandria war. Vermutlich wurde in der Renaissance eine tetrarchische Münze umgeabeitet, um eine vollständige Sammlung aller Kaiser zusammenzustellen (Taxe EUR 3.000,-). Ein Solidus des Constantius II. (337-361 n. Chr.), der in Trier geprägt wurde, ist mit EUR 4.000,- taxiert – ebenso wie ein Solidus des Magnus Maximus (383-388 n. Chr.). Dieser zeigt den stehenden Kaiser mit Labarum und soll EUR 5.750,- erzielen. Von größter Seltenheit ist eine Au-Semissis der Galla Placidia, der Halbschwester des Honorius (393-423 n. Chr.) mit Christogramm und einer Taxe von EUR 7.000,-.

Los 2375: Byzantinisches Kaiserreich. Leo III. und Constantinus V. 720-741 n. Chr. Taxe : € 2.400.

Im Anschluss kommen die Byzantinischen Münzen zur Auktion, unter diesen ist ein Solidus des Leo II. und seines Sohnes Constantinus V. (720-741 n. Chr.) mit einer Taxe von EUR 2.400,- zu erwähnen. Nach den Prägungen der Völkerwanderung bilden 125 der äußerst beliebten Mehrfachlots den Abschluss der Auktion.

 

Auf der Website von Gerhard Hirsch Nachf. können Sie den kompletten Auktionskatalog von Auktion 355 online betrachten und direkt bieten.