Münzen en gros und en detail bei Emporium Hamburg

Jedes Detail im hanseatischen Stil: Das Treppenhaus von Emporium Hamburg. Foto: Emporium Hamburg.
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Wer vor dem Störtebeker Haus steht, versteht, dass dies ein persönliches Bekenntnis des Bauherrn ist: ein Bekenntnis zur jahrhundertealten Tradition Hamburger Kaufleute. Der beeindruckende Großbau aus rotem Backstein mit vielen verspielten, liebevollen Details erinnert an die große Vergangenheit der unternehmerischen Hamburger Kaufleute, die einst ihre Schiffe über alle Sieben Meere schickten. Jahrhundertelang stand Hamburg für Geschäfte mit aller Welt, für Im- und Export kostbarer und lebensnotwendiger Waren. Numismatiker kennen die Stadt als die Initiantin von prachtvollen Privatprägungen, Anlage- und Geschenkprägungen, die mit dem Begriff „Bankportugalöser“ bezeichnet werden. Wer sich ein wenig in die Geschichte Hamburgs vertieft, wird immer wieder auf Unternehmerpersönlichkeiten stoßen, die gerne hart am Wind segelten und segeln: seriös, aber durchaus gewagt, ehrlich, aber auf ihren eigenen Gewinn konzentriert, visionär und gleichzeitig bodenständig. Einen dieser hanseatischen Kaufleute haben wir in seinem Kontor besucht, Achim Becker, Gründer von Emporium Hamburg und Bauherr des Störtebeker Hauses.

Alle Formen des Münzhandels unter einem Dach

Traditionell teilen sich die Münzhandlungen hinsichtlich ihrer Schwerpunkte. Da gibt es die kleinen Ladengeschäfte, die Auktionshäuser, die sich ausschließlich auf die Numismatik vor dem Zweiten Weltkrieg konzentrieren, die Versandhandlungen von modernen Gedenkmünzen, die Großhandlungen, bei denen Münzhändler und Versandhäuser aller Größenordnungen sich mit Nachschub versorgen können, und schließlich die Geschäfte, die sich auf den Goldhandel und den Verkauf von Anlagemünzen spezialisiert haben. Bei Emporium Hamburg hat man all das und noch viel mehr unter einem Dach. Ein Gang durch den Betrieb illustriert die Vielseitigkeit dessen, was Münzhandel bedeuten kann. Die MünzenWoche durfte Anfang Dezember, kurz vor Beginn des sich nun seinem Ende nähernden Lockdowns, das Emporium Hamburg im Störtebeker Haus besuchen.

Ein hanseatisches Traditionsgebäude für den Münzhandel

Das Störtebeker Haus liegt nicht im Zentrum von Hamburg, sondern in Hamm, dem ehemaligen Villenviertel, das während der Bombennächte des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört wurde. Das bedeutete für Achim Becker, dass er hier ausreichend Platz fand, um seine Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Er wollte für seine Firma ein Haus, das direkt an die Großbauten der hanseatischen Kaufleute des 19. Jahrhunderts anknüpft. Und tatsächlich ist das Störtebeker Haus diesen Kunstwerken des Historismus ähnlicher als den modernen Zweckbauten, die seit den Architekten des Bauhauses unsere Städte erobert haben. Dass das den Hamburgern gefällt, stellte Achim Becker mit einer Umfrage-Aktion bereits vor Baubeginn fest: 98,5 Prozent von 1.600 Befragten gefiel die traditionelle Fassade, die heute an der Süderstraße 288 steht.

Jeder, der das Haus betritt, ist erst einmal überwältigt von den vielen liebevollen Details, den kleinen und großen Schmuckelementen. Sie alle hat sich der Firmengründer Achim Becker selbst ausgedacht. Wäre er nicht Münzhändler geworden, so hätte er sich wohl als Architekt etabliert, erzählt er, und deshalb sei ihm der Bau des Hauses so ein Herzensanliegen gewesen. Achim Becker hat sogar kürzlich auf Drängen der am Haus beteiligten Handwerksbetriebe wie auch der Architekten ein ganzes Buch unter dem Thema „Das Störtebeker Haus. Ein Haus für Hamm. Eine Vision für Hamburg“ veröffentlicht. Es enthält nicht nur wunderbare Fotos und die Entwurfszeichnung, sondern gibt Einblick, wie dieses neue Wahrzeichen von Hamm entstanden ist.

Aber damit erst einmal genug von der Architektur. Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen. Schauen wir uns an, was in einer, wenn nicht sogar der größten Münzhandlung Deutschlands, geschieht.

Das Kontor von Achim Becker mit einem weiten Blick über die Stadt. Foto: UK.

Im Auge des Sturms: Das Kontor von Achim Becker

Wer das Störtebeker-Haus besucht, sieht zu allererst das Kontor Hameko (= Hanseatisches Münz- und Edelmetall-Kontor), ein Geschäft, das direkt im Störtebeker-Haus nicht nur Anlage- und Sammlermünzen anbieten, sondern auch bankunabhängige Schließfächer.

Links davon liegt der Eingang zur Zentrale von Emporium Hamburg. Man betritt einen prachtvollen Flur und fährt mit dem Fahrstuhl, der an die großen Hotels der Art Deco-Epoche erinnert, bis fast nach oben. Dort ist der Empfang, wo Gäste erst einmal in einen Besprechungsraum geführt werden, ehe sie derjenige abholt, mit dem sie einen Termin vereinbart haben.

Achim Becker führt uns durch sein Kontor. Foto: UK.

Wir haben Glück: Es ist Achim Becker höchstpersönlich, der uns durch seine Firma führt. Achim Becker wurde am 29. Dezember 1947 in dem kleinen Örtchen Schwei an der Wesermarsch geboren. Er machte in Hamburg eine Banklehre bei der Commerzbank, schloss zuvor eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der international aufgestellten Firma Kellog’s in Bremen ab. Nach längeren Aufenthalten in den USA gründete er im Jahr 1972, also mitten in der Boomphase der 5 Mark Gedenkmünzen der Bundesrepublik, sein „Emporium Hamburg“.

Schon der Name zeigt, was Achim Becker sich vorstellte: Unter einem Emporium versteht der Historiker einen Markt- und Handelsplatz, auf dem eine Vielfalt von Waren umgeschlagen wird. Das Wort assoziiert internationale Handelspartner, kombiniert mit unterschiedlichsten Formen des Handels, und genau dafür steht Emporium Hamburg noch nach fast einem halben Jahrhundert: Es gibt wenige so international agierende Münzhandlungen, die gleichzeitig sämtliche Marktsegmente bedienen.

Ein Blick in die Abteilung für den Goldhandel. Foto: UK.
Achim Becker mit seinen Mitarbeitern im Frühjahr 2018 auf der FUN-Show in Florida. Foto: UK.

Direkt neben dem runden Kontor im fünften Stock liegen die beiden Abteilungen für den Groß- und den Goldhandel. Denn bei Emporium Hamburg kann man genauso gut eine einzelne 2-Euro-Gedenkmünze kaufen wie tausend Stück Krugerrand; ob römischer Denar, Hamburger Taler, Goldene D-Mark oder amerikanischer Gedenk-Quarter – bei Emporium Hamburg hat man alle meist gefragten Münztypen vorrätig – und zwar von der Antike bis zur Gegenwart. Emporium Hamburg arbeitet zu diesem Zweck mit einer Vielzahl von staatlichen Münzstätten zusammen, darunter z. B. die US Mint, die Monnaie de Paris, die Münze Österreich, die China Gold Coin Corporation, die South African Mint oder die Royal Australian Mint, aber auch die Perth Mint, um nur einige wenige zu nennen. Außerdem ist die Firma auf allen wichtigen Münzbörsen der Welt vertreten und als zahlungskräftiger Ankäufer für große Partien von Münzen weltweit bekannt.

Somalia. 1.000 Shillings 2019. Herausgeber: Emporium Hamburg. Münzstätte: Bayerisches Hauptmünzamt. Foto: Emporium Hamburg.

Darüber hinaus entwickelt Emporium Hamburg in Zusammenarbeit mit Zentralbanken und Münzstätten spezielle Programme für Sammler wie aber auch Kapitalanleger. Am bekanntesten dürfte wohl die Anlagemünze „Elefant“ aus dem „African Wildlife“-Programm sein. Die Münzen dieses Programms, ob nun in Silber, Gold oder Platin, werden vom Bayerischen Hauptmünzamt München geprägt. Der „Elefant“ ist in den unterschiedlichsten Stückelungen und Metallen erhältlich – und zwar nicht nur bei Emporium Hamburg, sondern auch bei vielen anderen Münzhändlern, die sich auf Anlageprodukte spezialisiert haben.

Der „Somalia Elefant“ wird seit 2004 geprägt. Er changiert zwischen Anlage- und Sammlermünze, weil sein Motiv jährlich wechselt. Es gibt ihn in Silber, Gold oder Platin. Die Stückelungen reichen von 0,5 g bis zu einem Kilo.

Mit einer Medaillen-Serie unterstützt Emporium Hamburg den „Hamburger Michel“. Foto: Emporium Hamburg.

Aktuell hat Emporium Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Hauptpastor der Hamburger Sankt Michaeliskirche eine Medaillen-Serie initiiert, die zur Unterstützung des bekanntesten Hamburger Wahrzeichens, dem „Hamburger Michel“, ausgegeben wird. Dieser touristischen Attraktion sind im Corona-Jahr zwei Drittel aller Einnahmen weggebrochen – und das obwohl sie zahlreiche soziale Projekte unterhält.

Um seinen sozialen Verpflichtungen weiterhin gerecht zu werden, bittet der Michel um Hilfe. Emporium Hamburg nutzt seine Möglichkeiten, um so der Hamburger Institution einen numismatischen Rettungsring zuzuwerfen.

Auch wenn Emporium Hamburg an dieser Medaillen-Serie wohl nichts verdient, ist die Medaillen-Serie ein gutes Beispiel für einen weiteren Geschäftszweig. Emporium Hamburg verfügt über eine eigene Abteilung, die spezialisiert darauf ist, zusammen mit Institutionen, Vereinen und Privatpersonen Medaillen-Emissionen zu realisieren. Man kann also durchaus bei Emporium Hamburg eine Gedenkprägung entsprechend seinen eigenen persönlichen Wünschen, ob nun privat oder geschäftlich bestellen.

Die größte Abteilung im Störtebeker-Haus ist dem Versandhandel gewidmet, denn Emporium Hamburg bedient mit seinem Zweig Emporium Merkator tausende von Kunden weltweit mit historischen und zeitgenössischen Münzen. Emporium Merkator geht dabei genau den Weg, den seine Kunden wünschen, und zwar ganz gleich was sich seine Kunden wünschen. Es gibt nach wie vor den monatlich per Post verschickten Münzkurier, aus dem der traditionelle Kunde mittels eines kurzen Anrufs oder sogar noch per Post bestellt. Wer im Internet zu Hause ist, wählt über https://www.muenzkurier.de, was immer sein Herz erfreut, und wickelt den gesamten Kauf mittels Einkaufskorb und Kreditkarte ab.

Emporium Hamburg bietet sowohl auf seiner Website als auch im Münzkurier alles, was zur Numismatik gehört: Vom römischen Denar über den altdeutschen Taler bis hin zum Notgeldschein der Weimarer Republik, wobei der Schwerpunkt auf den moderneren Prägungen wie den Euro-Münzen oder modernen Sammlerausgaben liegt.

Für Kunden, die gerne eine ganze Sammlung auf einmal kaufen möchten, gibt es die so genannten Kollektionen. Es handelt sich um mehrere Stücke zu einem Thema, die mit historischen Informationen und aufwendiger Verpackung als Gesamtpaket geliefert werden – dabei ist auch die Zahlung der Rechnung in monatlichen Teilbeträgen problemlos möglich.

Ein Blick in die graphische Abteilung. Foto: UK.

Wie wichtig dieser Teil des Geschäfts ist, illustriert nichts besser, als die Tatsache, dass es eine eigene Abteilung gibt, die sich mit nichts anderem als der graphischen Gestaltung von Münzkurier und anderen Printprodukten beschäftigt, genauso wie eine andere Abteilung neue Münzen auf der Website einstellt. Denn das ist einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Emporium Hamburg und vielen anderen Münzenhandlungen: Emporium Hamburg ist einfach größer und setzt entsprechend kompetentes Personal ein, das in allen Abteilungen die geregelten Arbeitsabläufe sicherstellt.

So bestimmten gleich mehrere Mitarbeiter in der numismatischen Abteilung unter Dr. Josef Fischer Münzen, die sowohl auf der Website angeboten werden als auch zweimal im Jahr in der hauseigenen Auktion. Denn im Frühling und im Herbst lädt Emporium Hamburg zur Auktion ein, einem gesellschaftlichen Ereignis – zumindest wenn nicht gerade Corona herrscht –, zu dem aus aller Welt Sammler und Händler anreisen.

Dazu findet inzwischen alle zwei Monate eine Online-Auktion statt, die jeweils am ersten Freitag des betreffenden Monats um 17 Uhr endet.

Bei der Vielzahl der einzelnen Profit- wie auch Dienstleistungsbereiche ist ein klares, eben übersichtliches Liquiditäts-, Profit- wie auch Kostenmanagement unbedingt notwendig.

Nicht zu vergessen ist der Versand, den die vielen tausend Aktivitäten der Kunden pro Monat nach sich ziehen. Hierfür ist die Logistikabteilung mit ihren Mitarbeitern, vielen flinken und kompetenten Händen, verantwortlich.

Achten Sie auf die Kleidung! In diesem Hochsicherheitstrakt steht die Farbe der Kleidung für die Räume, die ein einzelner Mitarbeiter betreten darf.

Der Stolz von Emporium Hamburg: das Lager

Denn nur wenige Schritte von der Logistik entfernt, hinter schweren Panzertüren, gesichert durch ein Dreifach-Alarmsystem finden wir den Stolz der Firma Emporium Hamburg: das Lager.

Sehen Sie die vielen Kästen im Hintergrund: Sie alle sind voll von Münzen, die auf einen Käufer warten. Wo andere Münzhändler ein Stück auf Lager halten, liegen in diesem Tresorraum viele Stücke. Achim Becker meint dazu: „Emporium Hamburgs Philosophie und Stärke ist die permanente Lieferfähigkeit in den Bereichen Bullion, Neuheiten, aber auch Münzen des 19. wie 20. Jahrhunderts. Die dürfen uns gar nicht erst ausgehen. Wir haben grundsätzlich einen Vorrat, eine gewisse Menge an Münzen vorzuhalten, um eben immer lieferfähig zu sein.“

Tatsächlich dürfte wohl jeder Betrachter von den großen Mengen an Münzen erschlagen sein, die in den Tresorräumen des Hochsicherheitstrakts zu finden sind. Die Leitung der Finanzabteilung, Frau Sobotzki, beziffert den EK-Wert des Lagers zum Besuchstag auf mehr als 30 Mio. €.

Die permanente Lieferfähigkeit setzt immer eine ausreichende Liquidität, wie aber auch den persönlichen Einsatz der Händler mit Überblick auf die Bestände sowie rechtzeitige Beschaffung notwendiger Münzen voraus: „Als Anfang des Jahres den meisten Händlern die Bullion-Münzen ausgingen, war Emporium, dank seines umfangreichen Lagers in der guten Position, Sammler wie auch Händler immer noch beliefern zu können. Unsere Kunden verlassen sich eben darauf, dass sie bei Emporium die Münzen schnell erhalten. Natürlich ist Emporium auch die Qualität der Münzen, die man seinen Kunden anbietet und verkauft, sehr wichtig. Unser Expertenteam sorgt für die Einhaltung der Qualitätsstandards.“

Die Immobilienverwaltung. Foto: UK.

Achim Becker ist Geschäftsmann bis in die Fingerspitzen und das bedeutet für ihn, dass das Störtebeker-Haus nicht nur ein persönlicher Traum, sondern eine gezielte Investition war. Er sieht den Bau als einen Kristallisationspunkt, um den sich irgendwann ein neues Viertel mit Auktionshäusern, Antiquitätenhändlern und Luxusgeschäften ansiedeln wird. Und natürlich weiß er, dass es in Hamburg schwer ist, für die Angestellten dieser Berufszweige attraktive und günstige Wohnungen zu finden. Deshalb entsteht gerade neben dem Störtebeker-Haus ein großes Wohnhaus, dessen Wohnungen zum größten Teil bereits an die eigenen Mitarbeiter, die den kurzen Arbeitsweg in Verbindung mit den günstigen Mieten zu schätzen wissen, vergeben sind.

Achim Becker ist eben ein Mensch, der Zusammenhänge sieht, und das in großem Maßstab. Deshalb hat sich Emporium Hamburg zu einem Abbild des weltumspannenden Münzhandels unter einem einzigen Dach entwickelt, bei dem nichts ausgelassen wird, mit dem man – wie Achim Becker sagt – „bei kluger Kalkulation einen maßvollen Gewinn einfahren kann“. Genau wie es die hanseatischen Kaufleute seit Jahrhunderten vorgelebt haben.

 

Diese Seite zeigt Ihnen, welche Dienstleistungen unter dem Dach des Störtebeker Hauses versammelt sind.

Das können Sie auch in der Firmenbroschüre von Emporium Hamburg nachlesen.

Und hier geht es zur Verkaufsseite, dem Münzkurier.

Vom Störtebeker-Haus gibt es auf Youtube einen Image-Film.