Dr. Busso Peus Nachf., D-Frankfurt

27. April 2017 - 28. April 2017

Auktion 419

Ergebnisse der Frühjahrsauktion bei Peus

Mit einem Gesamtergebnis von 1,73 Mio. bei einer Schätzung von 1,0 Mio. war die Frühjahrsauktion 419 bei Dr. Busso Peus Nachf. ein großer Erfolg und zeugt von einer beständig großen Nachfrage nach hochwertigen Münzen und numismatischen Objekten.
Das Interesse an Münzen der Römischen Republik bleibt groß. Die moderat angesetzten Schätzpreise der Denare der hessischen Privatsammlung wurden insgesamt verdoppelt. 

Los 512: Römische Kaiserzeit. Antoninus Pius, 138-161. Aureus, 148/149, Rom. Vorzüglich. Schätzung: 5.000 EUR. Zuschlag: 11.000 EUR.

Los 512: Römische Kaiserzeit. Antoninus Pius, 138-161. Aureus, 148/149, Rom. Vorzüglich. Schätzung: 5.000 EUR. Zuschlag: 11.000 EUR.

Honoriert wurden außergewöhnliche Erhaltungen wie bei einem Serratus des Postumius Albinus (Los Nr. 276), der von 150 € auf 850 € stieg. Der Fonteius Capito Denar (Los Nr. 351) mit der raren Darstellung der Villa Publica erreichte 2200 € (Schätzung von 500 €). Im Bereich der Kaiserzeit entwickelten sich die Goldmünzen besonders stark, von denen hier nur der Aequitas-Aureus des Antoninus Pius (Nr. 512) mit 11000 € und der einzigartige Donativ-Semis des Marcianus (Los Nr. 683) mit 12000 € erwähnt seien. Hervorzuheben ist schließlich noch das einzigartige Medaillon des Gallienus aus der Slg. Trau (Los Nr. 605) für 7500 € (Schätzung 5000 €).
Auch die ersten antiken Gewichte aus der Slg. P. Fischer übertrafen die Erwartungen und lassen eine spannende Herbstauktion erwarten.

Los 1014: Argentinien. Provinz Buenos Aires. Probe-Peso 1879, Banco de la Provincia. Vorzüglich / Stempelglanz. Schätzung: 2.000 EUR. Zuschlag: 13.500 EUR.

Los 1014: Argentinien. Provinz Buenos Aires. Probe-Peso 1879, Banco de la Provincia. Vorzüglich / Stempelglanz. Schätzung: 2.000 EUR. Zuschlag: 13.500 EUR.

Im Bereich der neuzeitlichen Münzen stellte sich bald die große Bedeutung der thematischen Slg. Fischer heraus. Die Münzen seiner beiden Heimatländer, das „angeheiratete“ Argentinien, wovon nur der Probe-Peso 1879 der Provinz Buenos Aires (Los 1014) erwähnt werden soll, dessen Zuschlag von 13.500 € die Taxe von 2000 € bei weitem übertraf; sowie von Fischers Geburtsland, der Schweiz, wo unter den vielen Topzuschlägen v. a. der in Aarau geprägte Probe-20 Batzen 1809, dessen Schätzpreis von 2000 € auf einen Zuschlag von 9500 € stieg (Los 1313), hier beinahe willkürlich herausgestellt werden. Allgemein führten die attraktiven Ausrufpreise der Sammlung zu langen Bietergefechten, welche den Gesamtzuschlag bei den Schweizer  Münzen auf 160.000 € bei nur 173 Losen steigen ließ.

Los 1636: Habsburgische Erblande. Fürstentum Siebenbürgen. Gabriel Bethlen, 1613-1629. Goldmedaille zu 15 Dukaten. Vorzüglich. Schätzung: 50.000 EUR. Zuschlag: 60.000 EUR.

Los 1636: Habsburgische Erblande. Fürstentum Siebenbürgen. Gabriel Bethlen, 1613-1629. Goldmedaille zu 15 Dukaten. Vorzüglich. Schätzung: 50.000 EUR. Zuschlag: 60.000 EUR.

Im Weiteren komplettierte eine schöne Serie britischer Münzen den Teil ausländischer Münzen. Daran schloss sich das Angebot habsburgischer und Siebenbürgener Münzen an, unter denen das Titelstück, ein wahrscheinlich einmaliger 15facher Dukat Gabriel Bethlens mit einem Zuschlag von 60.000 € (Los 1636) herausragt. Auch ein vorzüglicher 12facher Dukat Salzburgs von 1687 (Los 1629) brachte seinen erwarteten Preis von 26.000 €.

Los 2069: Deutschland. Herzogtum Liegnitz-Brieg. Johann Christian und Georg Rudolph, 1602-1621. 5 Dukaten 1619, Reichenstein. Vorzüglich. Schätzung: 10.000 EUR. Zuschlag: 26.000 EUR.

Los 2069: Deutschland. Herzogtum Liegnitz-Brieg. Johann Christian und Georg Rudolph, 1602-1621. 5 Dukaten 1619, Reichenstein. Vorzüglich. Schätzung: 10.000 EUR. Zuschlag: 26.000 EUR.

Im Bereich der altdeutschen Münzen und der deutschen Reichsmünzen kam ein breites Spektrum von Münzen und Medaillen für jeden Geldbeutel zur Versteigerung, bei denen sich erstmalig auch zahlreiche Bieter über das Internet an den Bietergefechten beteiligten. Unter den zahlreichen Seltenheiten müssen ein Braunschweig-Wolfenbütteler Löser zu 5 Reichstaler 1614 (Zuschlag 23.000 €), ein Osnabrücker Reichstaler von 1701 (Los 1950, Taxe 5.000, Zuschlag 14.000 €), sowie ein schlesischer 5facher Dukat des Herzogtums Liegnitz-Brieg aus dem Jahr 1619 (Schätzung 10.000 €, Zuschlag 26.000 €) hier genannt werden.

Los 2439: Freie Stadt Danzig. Bank Danzig. 1000 Gulden 10.02.1924. Sehr selten. Schätzung: 750 EUR. Zuschlag: 4.700 EUR.

Los 2439: Freie Stadt Danzig. Bank Danzig. 1000 Gulden 10.02.1924. Sehr selten. Schätzung: 750 EUR. Zuschlag: 4.700 EUR.

Eine qualitätvolle Serie kassenfrischer Danziger Banknoten, sowie die gepflegte Waagensammlung Fischers schlossen die Einzellose der Auktion, bevor abschließend die wie üblich günstig getaxten Lots eine sehr erfolgreiche Auktion spät abends beendeten.

Nur 5% der Lose blieben unverkauft. Sie können im Nachverkauf erworben werden. Zu diesem Erfolg mag auch das erstmalig angebotene und rege genutzte Online Live-bidding beigetragen haben, das allerdings auch zu erheblichem Zeitverzug führte und manchen Sammler auf eine harte Geduldsprobe stellte.

Alle weiteren Ergebnisse finden Sie ab sofort im Online-Katalog auf der Webseite von Dr. Busso Peus Nachf oder als PDF hier.

Ab 5. Mai wird die Ergebnisliste auch in gedruckter Form verschickt. Möchten Sie diese bestellen, wenden Sie sich bitte an Frau Patatas unter Tel.: 069-95966225 oder per E-Mail.

Die unverkauften Stücke dieser Auktion können bis 5 Wochen nach der Auktion 20% unter Schätzpreis zu den üblichen Auktionsbedingungen erworben werden. Auktionseinlieferungen für unsere kommenden Auktionen nehmen wir ab sofort gerne entgegen.

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Danke, hab' ich schon...