Gerhard Hirsch Nachf., D-München

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Große Neuzeit-Auktion bei Gerhard Hirsch Nachfolger im Juni

Die am 19. Juni stattfindende Auktion mit Münzen und Medaillen vom Mittelalter bis zur Neuzeit der Firma Gerhard Hirsch Nachfolger umfasst über 1000 Losnummern und beginnt mit einer interessanten Serie von Münzen des Mittelalters. Äußerst selten ist ein Denar der Königlichen Münzstätte Regensburg, die mit dem Titel des Kaisers Konrad II. ausgegeben wurde, da das Amt des bayerischen Herzogs vakant war (Taxe € 3.000,-).

Los 1067: Kurfürstentum Bayern. Maximilian I. 5 Dukaten 1640. Taxe € 6.000,-

Es folgen die Gepräge der Deutschen und Habsburgischen Lande mit vielen seltenen Talerprägungen von Städten und Bistümern, aber natürlich auch seltene Goldmünzen, so z.B. aus Augsburg ein Dukat 1737 mit den Flussgöttern Lech und Wertach, der auf € 2.250,- taxiert ist. In der Markgrafschaft Baden-Durlach wurde 1786 von Karl Friedrich ein Dukat geprägt, um die Geburt seines Enkels zu feiern (Taxe € 3.250,-). Sehr selten ist ein sog. leichter Taler 1687 des Bamberger Bischofs Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg, der mit € 5.000,- geschätzt ist. Bei Sammlern aufgrund der attraktiven Stadtansicht von München äußerst beliebt sind 5 Dukaten 1640 auf die Neubefestigung der Stadt unter dem bayerischen Kurfürsten Maximilian I. (Taxe € 6.000,-). Ebenfalls unter Maximilian I. wurde ein Dukat 1646 mit der sitzenden Madonna geprägt, dieser soll EUR 4.000,- erzielen. Unter den Orden der Auktion ist eine Goldene Militär-Verdienstmedaille (gestiftet 1806) des Maximilian I. Joseph hervorzuheben, die mit einer Taxe von € 2.000,- zum Ausruf kommt. Auf € 5.000,- ist ein Breiter Löser 1680 zu 2 Talern des Ernst August von Braunschweig-Calenberg-Hannover geschätzt, der auf der Rückseite das Osnabrücker Rad vor einem Dreimaster zeigt. Im Anschluss gelangen die Gepräge der Habsburgischen Kron- und Erblanden unter den Hammer, darunter aus dem Königreich Böhmen ein Goldgulden des Karel I., der 1355 in Rom als Karl IV. zum römischen Kaiser gekrönt wurde (Taxe € 5.000,-). Ein sehr seltener Reichstaler 1626 des berühmten Feldherren Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein gelangt ebenfalls mit einer Schätzung von € 5.000,- zur Auktion. Aus der Hansestadt Hamburg stammen 2 Dukaten 1800 mit der Stadtburg über einer Schrifttafel und einer Taxe von € 2.250,-. Besonders interessant ist eine Sammlung von Prägungen des Diedrich Uhlhorn, der 1817 mit der Erfindung der Kniehebelpresse die Münzprägung revolutioniert hatte. So z.B. eine Kupferprobe für eine Doppelpistole 1848 für das Herzogtum Braunschweig, die mit € 800,- geschätzt ist. Fast stempelglänzend sind zwei Goldgulden des Mainzer Erzbischofs Konrad II. von Weinsberg erhalten, diese sind mit € 1.400,- bzw. 1.300,- taxiert.

Los 1349: Erzbistum Mainz. Anselm Franz Freiherr von Ingelheim. 1679-1695. Medaille 1687. Taxe € 1.000,-

Das Titelstück der Auktion ist eine Medaille 1687 des Anselm Franz Freiherr von Ingelheim – ein prachtvolles barockes Schaustück, das den Mainzer Erzbischof in hohem Relief zeigt (Taxe € 1.000,-). Der Bischof von Münster Christoph Bernhard von Galen ließ 1661 Breite 2 Reichstaler prägen, um die Einnahme der Stadt zu feiern. Die Münze zeigt den Hl. Paulus über der Ansicht der Stadt und ist mit € 1.500,- geschätzt. Unter den vielen Prägungen aus Nürnberg ist ein Dukat 1925 des Josef Wild auf die 4. Säkularfeier der Reformation zu erwähnen (Taxe € 2.500,-). Ein Reichstaler 1723 zeigt den Bischof von Paderborn Clemens August Herzog von Bayern im Hermelinmantel und soll € 1.500,- erzielen. Sehr selten ist auch ein Konventionstaler 1786 des Regensburger Bischofs Anton Ignaz Joseph Graf von Fugger-Glött mit einer Taxe von € 1.750,-. Aus dem Kurfürstentum Sachsen stammt ein Dukat 1617 auf die 100Jahrfeier der Reformation, das Prachtexemplar kommt mit einer Taxe von € 4.000,- unter den Hammer. Ein Kuranttaler 1678 wurde von Johann Georg II. auf das Hosenbandordensfest geprägt, dieser ist mit € 2.250,- taxiert. Ein Breiter Doppeltaler 1626 aus dem Herzogtum Alt-Gotha zeigt den Herzog Johann Casimir zu Ross vor der Veste Coburg (Taxe € 2.500,-). Attraktiv ist auch die Darstellung des Hl. Ludger über den Abteien Werden und Helmstedt auf einem Reichstaler 1765, der mit einer Taxe von € 1.000,- zum Ausruf gelangt. Stempelglänzend erhalten ist ein 1/2 Dukat 1729 des Würzburger Bischofs Friedrich Karl von Schönborn, der € 2.000,- bringen soll.

Los 1537: Großherzogtum Baden. Friedrich I. als Prinzregent. 1852-1856. Rheingold-Dukat 1854. Taxe € 3.500,-

Es folgen die Neueren Deutschen Prägungen, darunter der äußerst begehrte „Prinzregenten-Dukat“ 1854 des Friedrich I. von Baden – die letzte badische Prägung aus Rheingold (Taxe € 3.500,-). Aus dem Königreich Bayern sind neben viele Talerprägungen zwei Dukaten des Ludwig I. der Jahre 1844 und 1846 mit Taxen von € 1.900,- und € 2.000,- zu erwähnen. Im Anschluss gelangen die Deutschen Reichsmünzen ab 1871 zur Auktion. Die Reichsgoldmünzen beginnen mit 20 Mark 1875 A des Friedrich I. von Anhalt mit einer Taxe von € 2.000,-. Sehr selten sind auch 20 Mark 1887 A des Ernst von Sachsen-Altenburg, die mit € 2.750,- taxiert sind. Nachfolgend kommen die Münzen der Weimarer Republik, des Dritten Reiches, der BRD und der DDR unter den Hammer.

Los 1720: China. Republik. 1911-1949. Sycee zu 50 Tael. Taxe € 5.000,-

Unter den Geprägen des Auslandes wird eine Serie von chinesischen Sycees angeboten, so z.B. ein Sycee zu 50 Tael (1912/1949) aus der Provinz Shandong mit einer Taxe von € 5.000,-. Eine Medaille 1688 zeigt die Landung des späteren britischen Königs William III. in Totbay (Taxe € 2.000,-), eine weitere Medaille 1709 der Königin Anne auf die Einnahme von Tournay ist mit € 2.250,- geschätzt. Auf das 50jährige Regierungsjubiläum des Maharadschas Ganga Singh des indischen Fürstentums Bikaner wurde ein Mohar mit dessen Büste geprägt, dieser soll € 1.600,- bringen. Ein seltener Fiorino d’oro des Jahres 1405 aus Florenz mit dem stehenden Hl. Johannes ist auf € 1.550,- taxiert. Der Stadtplan der russischen Stadt St. Petersburg ist auf einer Bronzemedaille 1885 abgebildet, die auf die Eröffnung des Kanals geprägt wurde (Taxe € 1.000,-).

Nach den Medaillen des Münchner Medailleurs Karl Goetz gelangt eine Serie von Banknoten unter den Hammer. Es folgen Ikonen, Varia und eine interessante Partie von Bibliophilen Werken, darunter religiöse Schriften des Christen- und Judentums. Den Abschluss der Auktion bildet die Sammlung Primitivgeld von Maria und Rudolf Elhardt mit über 60 Losen. Neben Geldformen wie Barren, Tikals oder Porzellanmünzen aus Asien finden sich hier auch vielfältige Formen von Manillen aus Afrika, aber auch Naturalgeld, Goldgewichte oder Kissy Pennies.

 

Alle Lose der Auktion können Sie online finden, entweder auf der Seite des Auktionshauses oder auch auf Numisbids und Sixbid.